DRK-Kleiderkammer in Stade
Neustart als "Kleidershop"

Können stolz sein auf ihr ehrenamtliches Engagement: Reinhard Dunker mit den Damen vom Kleiderkammer-Team  Foto: DRK
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Seit mehr als 40 Jahren gibt es in der Stader Innenstadt die Kleiderkammer des DRK. Nun muss die soziale Einrichtung, die für bedürftige Menschen eine wichtige Anlaufstelle war, schließen. Der Mietvertrag wurde gekündigt. Aber es geht weiter - an anderer Stelle und unter neuer Regie.

"Leider wurden uns die Räume in der Poststraße 21 gekündigt, da sie der Vermieter selber nutzen möchte", sagt Reinhard Dunker, Vorsitzender des DRK Ortsvereins Stade. "Wir konnten keine adäquaten Räumlichkeiten in der Innenstadt finden." Das sei sehr schade, da die Kleiderkammer nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Lage mitten in der Innenstadt von vielen Bürgern genutzt worden sei.

Die von einem Team aus Ehrenamtlichen betriebene Kleiderkammer verkaufte gut erhaltene Kleidungsstücke - zu Preisen, die auch für Hartz-IV-Empfänger oder andere Menschen mit schmalem Geldbeutel erschwinglich waren. Es gab laut Dunker zahlreiche "Stammkunden", die das reichhaltige Angebot an Second-Hand-Kleidung zu schätzen wussten.

Dunker hofft, dass diese Kunden künftig auch den Weg nach Stade-Hahle finden. Dort, am Haddorfer Grenzweg 15, wird Anfang März ein neuer Kleidershop eröffnet, der unter dem Logo "Allerhand aus zweiter Hand" laufen wird. Die Trägerschaft wird allerdings nicht mehr beim DRK-Ortsverband liegen. Der neue Shop ist eingebunden in das Projekt "Macherei", das in den Händen der Stader Schwinge Werkstätten des DRK-Kreisverbandes liegt.

Die "Macherei" umfasst neben dem Kleidershop eine chemische Reinigung, eine professionelle Autoaufbereitung, einen Reifenwechselservice mit Einlagerung sowie eine Abteilung Verpackung und Montage. Genutzt wird das ehemalige Gebäude der Firma Stülten. Der Kleidershop wird künftig an fünf Tagen in der Woche geöffnet sein. "Das können wir mit unseren ehrenamtlichen Kräften des DRK-Ortsverbandes allein nicht leisten", sagt Dunker. Daher wird es personelle Unterstützung von den Schwinge Werkstätten geben. "Wir werden dort mindestens fünf Mitarbeiter beschäftigen", sagt Ute Mahler, Fachbereichsleiterin der Schwinge Werkstätten. So schaffe man Arbeitsplätze, die fast gleichwertig mit dem ersten Arbeitsmarkt seien.

Er unterstütze dieses neue Inklusionsprojekt voll und ganz, so Dunker. "Daher ist es mir auch leichter gefallen, die Regie über die Kleiderkammer an den DRK-Kreisverband abzugeben." Sechs Ehrenamtliche aus dem bisherigen Kleiderkammer-Team werden sich auch weiterhin im Kleidershop engagieren.

Aufgrund der neuen Öffnungszeiten reicht die personelle Besetzung mit Mitarbeitern der Schwinge-Werkstätten und den ehrenamtlich Tätigen nicht aus. "Wir suchen noch freiwillige Helfer, die das Team im neuen Kleidershop verstärken", sagt Dunker. Ebenfalls gesucht wird neuwertige bzw. gut erhaltene Kleidung. Die Kleidungsstücke können bereits vor der Eröffnung des neuen Kleidershops dort abgeliefert werden.

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