Viele MINT-Projekten bei Stader Herbstakademie
Schüler tüfteln und testen

Spannende Experimente warteten in der Herbstakademie auf die Stader Schüler
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jab. Stade. Eine Woche lang "opferten" rund 140 Mädchen und Jungen ihre Herbstferien zugunsten spannender Experimente und komplexer Programmierungen. Dass sie das aber mit viel Spaß und jeder Menge Wissensdurst getan haben, zeigten die Schüler der Jobelmannschule, des Gymnasiums Athenaeum, des Vincent-Lübeck-Gymnasiums (VLG) und der Integrierten Gesamtschule Stade (IGS) beim Präsentationstag der Stader Herbstakademie im Forum der Jobelmannschule.

Philipp Schöneberg (15) ist ein Visionär. Er hat einen Roboter namens "Arduino" programmiert, der im Großformat einmal den Obstbauern zur Hand gehen soll. Er fährt dann in den Obstplantagen die Bäume ab, umfährt sie und kappt dabei automatisch die Wurzeln der Obstgehölze, damit diese ihre Energie vermehrt in ihre Früchte stecken und nicht in den Boden. Damit es irgendwann einmal so weit ist, gibt es noch vieles zu optimieren, weiß der junge Forscher. Noch erkennt der Roboter nicht selbstständig, wo sich ein Baum befindet. Aber den Abstand zu einem Gegenstand kann er bereits erkennen und die Abläufe abspulen. Statt eine Schaufel in den Boden zu rammen, leuchtet allerdings nur eine grüne Lampe auf. Philipp wird mit seinem Roboter am Landeswettbewerb "Jugend forscht" mitmachen und hofft insgeheim auf einen Sieg. Denn sein Traum ist es, zum Bundeswettbewerb zu fahren - und dass sein Roboter einmal in einer Obstplantage zum Einsatz kommt.

Auch die Technik und Programmierung von alltäglichen Dingen, z.B. einer Modell-Schiebetür, wie sie in jedem Supermarkt vorkommt, stand für einige Teilnehmer auf dem Programm. Jana Lobgard (15) vom VLG erklärt: "Das Programm für das Tor haben wir selbst geschrieben. Von den Sensoren bis zu den Notschaltern haben wir eingestellt, was mit den Signalen passieren soll." Und das ist die Herausforderung, denn es gibt weit mehr als tausend Möglichkeiten, meint Jana.

Ziel der Herbstakademie ist es, die Schüler zunächst an die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) heranzuführen und das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu wecken. Auch die Scheu wird ihnen dadurch genommen, meint Mattias Quast, Lehrer am Vincent-Lübeck-Gymnasium. Das Ferienprojekt fördert also gleichzeitig die Wahl von MINT-Fächern in der Oberstufe. Auch die spätere Berufswahl in diesem Bereich könne dadurch positiv beeinflusst werden, so Quast.

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