Wichtige Information "vergessen"
Stader Hallenbad Solemio schließt am 12. Mai
- Das Stader Hallenbad Solemio wird diesen Sommer erneut schließen
- Foto: sb
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Das Stade Hallenbad Solemio schließt vom 12. Mai bis zum 14. September seine Türen. In dieser Zeit werden stattdessen die Freibäder in Stade und in Stade-Bützfleth geöffnet. Diese Regelung findet nach 2023 und 2024 bereits zum dritten Mal Anwendung. Die Stader Bädergesellschaft nennt wirtschaftliche Gründe. Mit der Regelung sollen die Energiekosten gesenkt werden, denn das Beheizen der Bäder kostet viel Energie.
Schwimmkurse des Solemio sowie der Schulen und Vereine werden in dieser Zeit im Freibad angeboten. Kostenlose Wassergymnastik bietet das Solemio im Freibad Montag bis Freitag von 11 bis 11.30 Uhr an. Die Wassertemperaturen werden im Sportbecken und im Nichtschwimmerbecken 26 Grad betragen. Das ist für die Rheuma-Liga Stade ein Problem. Die Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft bietet u.a. im Solemio sogenanntes "Funktionstraining" als Wassergymnastik an. Als zugelassene Therapieeinrichtung können hier Menschen mit rheumatischen und mit orthopädischen Erkrankungen auf ärztliche Verordnung teilnehmen. Für das Training ist jedoch eine Mindestwassertemperatur von 27 Grad erforderlich. "Besser sind jedoch 29 bis 30 Grad, denn viele Teilnehmende empfinden weniger als unangenehm kalt", sagt Uwe Kowald, Leiter der Rheuma-Liga Stade. Bei geschlossenem Hallenbad muss die Rheuma-Liga Stade deshalb auf andere, wärmere Becken ausweichen.
Und hier liegt "der Hase im Pfeffer". Denn Ausweichmöglichkeiten in der Region zu finden, ist gar nicht so einfach. Im Stader Hallenbad bietet die Rheuma-Liga montags und freitags jeweils vier Trainingseinheiten für insgesamt 150 Personen an. Einem Teil der Betroffenen können im Sommer Ausweichplätze im Stader Stadtteil Kopenkamp und auf Krautsand angeboten werden. Zu hundert Prozent passt das jedoch nicht. "Patienten, die im Sommer pausieren, verlieren jedoch die ärztliche Verordnung, die nach sechs Wochen Fehlen ihre Gültigkeit verliert", erklärt Uwe Kowald. "Für die Rheuma-Liga ist das zudem auch ein finanzieller Verlust."
Für ihn ist jedoch ein anderer Umstand viel ärgerlicher: Obwohl der Aufsichtsrat der Stader Bädergesellschaft bereits im November 2024 beschlossen hat, dass das Hallenbad während der Freibadsaison geschlossen bleibt, wurde er offiziell noch gar nicht über die Entscheidung informiert. Er erfuhr von der Regelung erst kürzlich "quasi im Vorbeigehen". Eine schriftliche Mitteilung blieb bisher komplett aus, obwohl die Rheuma-Liga einen laufenden Vertrag mit den Stadtwerken hat. "Das zeugt von fehlender Wertschätzung unserer Arbeit, die zu weiten Teilen im Ehrenamt erfolgt", zeigt er sich enttäuscht.
Auf WOCHENBLATT-Nachfrage bestätigt Christoph Born, Geschäftsführer der Stadtwerke Stade, dieses Versäumnis. Er weist jedoch darauf hin, dass die Regelung "keine Überraschung" sei. Das Hallenbad schließe jetzt bereits zum dritten Mal während der Sommermonate. Er gibt jedoch zu, dass man wohl versäumt habe, die Rheuma-Liga über den Entschluss zu informieren. "Im November war die Freibadsaison noch so fern, da hat wahrscheinlich niemand daran gedacht." Für die Zukunft werde man sich das im Kalender notieren. Es sei ein guter Hinweis, die Information bereits im Winter zu streuen.
Die Eintrittspreise sollen 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben. Die Ticketpreise waren 2022 im Rahmen der Energiekrise zunächst deutlich angehoben, 2024 dann aufgrund der positiven Entwicklung der Energiepreise wieder gesenkt worden. Eine Tageskarte sowohl für das Freibad in Stade als auch für das Freibad in Bützfleth kostet für Erwachsene 4,50 Euro, eine Zehnerkarte 40 und eine 30er-Karte 90 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen 2,50 pro Tag, 20 Euro für eine Zehnerkarte und 50 Euro für eine 30er-Karte.
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