Eine heiße Suppe und warme Worte
Team der Wärmestube in Stade versorgt Menschen mit kostenloser Mahlzeit

Michaela Hoffmann serviert ihren Eintopf Corona-bedingt zwischen Tür und Angel
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jd. Stade. Kaum steht der Eintopf dampfend auf der Kochplatte, sind bereits die ersten da, um sich ihr "Essen to go" abzuholen. Michaela Hoffmann rührt mit der Kelle im großen Kessel und füllt eine Portion in ein Styropor-Töpfchen ab. Die Staderin betreibt nicht etwa ein Lokal, das Corona-bedingt auf den Außer-Haus-Verkauf umgestiegen ist. Sie leitet gemeinsam mit Petra Epe und Ursula Gerndt die Wärmestube in der Hansestadt. Das Leitungstrio hat beschlossen, eine provisorische Essensausgabe im Pastor-Behrens-Haus einzurichten. Aufgrund der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie musste nämlich auch die Wärmestube Anfang November ihre Pforten schließen. "Für uns gelten leider die gleichen Regeln wie für Gaststätten", sagt Hoffmann. Damit die Ärmsten der Armen trotzdem eine warme Mahlzeit erhalten, werden Suppen, Eintöpfe und Nudelgerichte nun im Eingangsbereich des evangelischen Gemeindehauses in der Ritterstraße ausgeteilt.

Damit das Essen rechtzeitig auf den Tisch kommt, hat sich Michaela Hoffmann bereits morgens an den Herd gestellt. In dem Wärmestuben-Team, das aus rund 20 Ehrenamtlichen besteht, wird reihum gekocht. Dienst bei der Essenausgabe haben diesmal Gabriele Brenneke und Ursula Nürnberg. Beginn ist mittags um viertel vor Zwölf. Die Ersten stehen bereits eine halbe Stunde vorher an. "Wenn alles parat ist, fangen wir auch früher an", sagt Hoffmann. Niemand soll bei diesen winterlichen Temperaturen unnötig in der Kälte stehen.
Wer sich eine Mahlzeit abholt, muss sie zu Hause essen. Vor Corona konnte jeder seine Suppe in aller Ruhe in der Wärmestube löffeln. Diese hatte montags bis freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Morgens gab es für 50 Cent Frühstück, mittags wurde für ein Euro ein Tellergericht gereicht. Bereits im Frühjahr musste für ein paar Wochen geschlossen werden. Während der Lockerungen im Sommer wurde in der Wärmestube dann ein eingeschränktes Programm gefahren. "Jeder durfte sich nur eine Stunde bei uns aufhalten, da der Platz aufgrund der Abstandsregelung beschränkt war", berichtet Michaela Hoffmann.

Mit dem Lockdown light kam das erneute vorläufige Aus für die Wärmestube. Einen Monat lang lief gar nichts. "Wir wollten aber weiter helfen", sagt Hoffmann. So entschloss man sich, in der Adventszeit zumindest ein Essensangebot einzurichten.

In die Wärmestube sind immer auch Menschen gekommen, um der Einsamkeit zu entfliehen und ein Schwätzchen zu halten. Im Eingang des Pastor-Behrens-Haus ist nur ein kurzes Gespräch möglich - sozusagen zwischen Tür und Angel. Ein paar warme Worte zur heißen Suppe sind aber auch trotz Abstand und Maske drin.

Michaela Hoffmann (v.re.), Ursula Nürnberg und Gabriele Brenneke räumen wieder ab, nachdem die Essen verteilt worden sind
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"Die Essensausgabe läuft noch die kommende Woche, dann ist vorerst Schluss", sagt Hoffmann. Gern hätte Hoffmann die "Suppenküche" bis Heiligabend offengehalten. "Es haben sich für die Tage vor Weihnachten leider keine Freiwilligen gefunden." Niemand wolle sich direkt vor den Feiertagen noch dem Risiko einer Corona-Infektion aussetzen. Hoffmann hat dafür volles Verständnis. "Unser Team besteht ausschließlich aus Personen, die der Risikogruppe angehören."

Wie es im neuen Jahr weitergeht, sei noch völlig offen, so Hoffmann. Zunächst müsse abgewartet werden, welche Corona-Regelungen ab Januar gelten. Für die Leiterin der Wärmestube steht aber fest: "Wir wollen im Winter zumindest die Essenausgabe weiterführen."

• Wer in der Wärmestube bzw. bei der "Suppenküche" mithelfen will, kann sich an die Diakonie wenden: Tel. 04141 - 41170.

Michaela Hoffmann serviert ihren Eintopf Corona-bedingt zwischen Tür und Angel
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Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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