Zähe Verhandlungen finden Abschluss
Akteure der Elbe Kliniken Stade und Buxtehude sehen Betriebsvereinbarungen insgesamt positiv

Jan Schmidt (v.li.), Marion Augustin, Siegfried Ristau und Kai Holm sind sich einig: Mit den Betriebsvereinbarungen sind sie auf dem richtigen Weg Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. "Es war ein alternativloser Weg", sagte die Betriebsratsvorsitzende Buxtehude Marion Augustin zur kürzlich unterzeichneten Betriebsvereinbarung in den Elbe Kliniken Stade und Buxtehude (das WOCHENBLATT berichtete).

Auch Kai Holm, Betriebsratsvorsitzender aus Stade, ist der Meinung, dass es so wie bisher nicht weitergehen konnte. Die Gehälter seien durch verschiedene Verträge über Jahre immer weiter auseinandergegangen und waren dazu noch intransparent, so Holm.

Siegfried Ristau, Geschäftsführer der Elbe Kliniken, ist jedenfalls der Meinung, dass es sich bei der neuen Betriebsvereinbarung um einen Meilenstein handele. Die Verhandlungen seien zwar zäh verlaufen, auch emotional, dennoch habe man hervorragende Kompromisse für ein übergeordnetes Ziel gefunden, so Ristau.

Jan Schmidt, Bereichsleiter Personal und Bildung, hob hervor, dass die Verhandlungen sehr mitarbeiterorientiert verlaufen seien. "Es lief besser als der Brexit", warf Augustin ein. Allerdings gebe es noch harte Brocken, z.B. die Arbeitszeitenregelungen, die Zündstoff bieten. Ristau ist aber trotzdem sehr zufrieden mit den bisherigen Vereinbarungen, schließlich seien bereits 60 bis 70 Prozent erarbeitet. Der Rest soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, so Ristau.

Trotz aller positiver Aspekte sieht Augustin die Entlohnung immer noch kritisch. Man liege immer noch zehn Prozent unter Tariflohn. Aber: Es gebe eine festgelegte Gehaltsentwicklung, die im Rahmen der Möglichkeiten erarbeitet wurde, so Ristau.

Ristau hob hervor, dass die Vereinbarungen für die Arbeitnehmer im Grunde besser seien als ein Tarifvertrag, da mehr Details ergänzend zu den Vergütungstabellen geregelt seien. Bei den Betriebsvereinbarungen handele es sich um eine klinikspezifische Lösung, so Augustin. Alle Akteure hoffen dennoch weiter auf eine Entscheidung der Politik, die eine Rückkehr zu den Tarifverträgen ermöglicht und für eine Refinanzierung sorgt.

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