So profitieren die Straßen im Raum Stade vom Autobahnbau zwischen Stade und Drochterse
Entlastung durch die A 26 und die Küstenautobahn

Die Grafik zeigt, auf welchen Straßen es nach der Fertigstellung der A 26 zwischen Stade und Drochtersen und der Küstenautobahn A 20 eine Verkehrsentlastung (grün) gibt und wo sich die Zahl der Kraftfahrzeuge erhöhen wird (rot). Die untere Zahl bezieht sich ausschließlich auf Schwerlastverkehr
  • Die Grafik zeigt, auf welchen Straßen es nach der Fertigstellung der A 26 zwischen Stade und Drochtersen und der Küstenautobahn A 20 eine Verkehrsentlastung (grün) gibt und wo sich die Zahl der Kraftfahrzeuge erhöhen wird (rot). Die untere Zahl bezieht sich ausschließlich auf Schwerlastverkehr
  • Foto: NLStBV
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade/Drochtersen. Der geplante Abschnitt der A 26 zwischen Drochtersen und Stade, der 2029 fertig sein soll, wird positive Auswirkungen auf das nachgeordnete Straßennetz in der Region haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV).
Die größte Entlastung gebe es aber erst nach Fertigstellung der gesamten Küstenautobahn, betont Sebastian Mannl, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der NLStBV. Deshalb bleibe es oberstes Ziel, diese so schnell wie möglich zu bauen.
Die verkehrstechnische Untersuchung der NLStBV prognostiziert das Verkehrsaufkommen für den Autobahn-Abschnitt zwischen Stade und Drochtersen und das Kreuz Kehdingen im Jahr 2030. Dabei werden die täglichen Verkehrsmengen für unterschiedliche Szenarien hochgerechnet und ins Verhältnis zum Fall „kein Bau der A 20 und A 26“ gesetzt.
Ergebnis: Auch ohne eine gleichzeitige Fertigstellung der Elbquerung und der Folgeabschnitte werde der Bau des Abschnitts der A 26 gemeinsam mit dem Kreuz Kehdingen sich in jedem Fall positiv auf das nachgeordnete Straßennetz zwischen Drochtersen und Stade auswirken und dieses entlasten.
Falls der Abschnitt der A 26 und das Kreuz Kehdingen bereits vor den benachbarten Abschnitten der A 20 gebaut und unter Verkehr genommen werden, würden täglich bereits ca. 16.000 Fahrzeuge auf dem neuen Autobahn-Abschnitt fahren.
Im Anschlussbereich würden dafür zwei Kreisstraßen sowie im Zwischenzustand eine Landesstraße stärker belastet: die K 27 und im weiteren Verlauf die K 12 sowie die L 111. Grund hierfür ist, dass im Verlauf der A 26 die Verkehre ab der Anschlussstelle Drochtersen mittels Zubringer auf das nachgeordnete Netz verteilt werden. Nördlich der geplanten A 20 zwischen der B 495 und dem Kehdinger Kreuz führt dies zu einem deutlichen Anstieg des Verkehrs auf den Kreisstraßen. Wie die zusätzlichen Verkehrsmengen sicher aufgenommen werden können, wird aktuell in einem Dialogkreis aus betroffenen Kommunen, dem Landkreis Stade und Vertretern der NLStBV erarbeitet.
Betrachte man die K 27 aber über ihren gesamten Streckenverlauf, lasse sich feststellen, dass sie in beiden Fällen deutlich durch die Autobahn entlastet werde. Das treffe auch auf die L 111 zu, weil beide Straßen parallel zur zukünftigen A 26 verlaufen. So würden auch vor der Fertigstellung der übrigen Bauabschnitte auf der L 111 bis zu 6.100 Fahrzeuge pro Tag weniger fahren als ohne Autobahn. Die K 27 (und im weiteren Verlauf die K 80) würden ebenfalls um etwa 7.000 Fahrzeuge pro Tag entlastet. Beim Endausbau sei mit einer Entlastung zwischen Stade und Drochtersen von bis zu 6.500 Fahrzeugen pro Tag für die L 111 sowie von bis zu 9.200 Fahrzeugen pro Tag für die K 27 und K 80 zu rechnen.
Im Falle eines „Endausbaus“, in dem die gesamte Küstenautobahn fertiggestellt ist, werde zudem auch der Elbtunnel der A 7 in Hamburg um rund 22.000 Fahrzeuge pro Tag entlastet, davon 3.000 Schwerlastfahrzeuge.

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