Kein "kleines Venedig" in Bliedersdorf

Um das rot umrandete Gebiet an der K 37 im Ortsteil Postmoor ging es in der Diskussion. Ein Grundstückseigentümer möchte dort in zweiter Reihe bauen
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lt. Bliedersdorf. Über eine mögliche Wohnbebauung in zweiter Reihe im Bliedersdorfer Ortsteil Postmoor diskutierten kürzlich die Mitglieder des Bauausschusses der Samtgemeinde Horneburg. Das Thema war auf die Tagesordnung gekommen, weil ein Grundstückseigentümer eine entsprechende Bauvoranfrage gestellt hatte.
Der Landkreis hatte bestätigt, dass das betroffene Flurstück nicht im Landschaftsschutzgebiet Aue liege, da der genaue Verlauf der Schutzgebiets-Grenze aufgrund der seinerzeit verwendeten Kartengrundlagen im Maßstab 1:50.000 nicht exakt bestimmt werden könne.
Um eine Bebauung zu genehmigen, müsste zuerst der Flächennutzungsplan geändert werden, erläuterte Bauamtsleiter Roger Courtault. Die Gemeinde Bliedersdorf könnte dann den Bebauungsplan entsprechend ändern. Man habe Signale bekommen, dass dies angestrebt werde.
Die Ausschuss-Mitglieder aus Bliedersdorf, Tobias Terne, Hans-Wilhelm Glüsen und Harald von Thaden sahen das allerdings anders. Die Änderung des Flächennutzungsplanes würde sich auf das ganze Gebiet hinter den Häusern westlich der K37 beziehen. Dass weitere Grundstückseigentümer nachziehen könnten und ebenfalls in zweiter Reihe bauen, sei aber grundsätzlich nicht erwünscht, so Glüsen. Es sei "Schwachsinn" dort in zweiter Reihe zu bauen, weil bei einem Hochstand der Aue schon jetzt das Wasser bis an die Häuser heranlaufe. "Wir wollen kein zweites kleines Venedig", so Glüsen.
Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede regte an, den Punkt abzusetzen und abzuwarten, was die Gemeinde in der Sache beschließen würde.

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