Verkehrsminister unterzeichnen Planungsvereinbarung zu A20-Elbtunnel
Stade: Tempo beim Tunnelbau

Die beiden Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU, li. vorne) und Dr. Bernd Buchholz (FDP, re.) unterzeichneten im Beisein von Staatssekretär Enak Ferlemann (3. v. li.) und DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe eine
Planungsvereinbarung für den A20-Elbtunnel
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  • Die beiden Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU, li. vorne) und Dr. Bernd Buchholz (FDP, re.) unterzeichneten im Beisein von Staatssekretär Enak Ferlemann (3. v. li.) und DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe eine
    Planungsvereinbarung für den A20-Elbtunnel
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ab. Stade. Draußen strahlte die Sonne, im Inneren der Niedersächsischen Verkehrsbehörde in Stade zwei Verkehrsminister: Im Beisein von Enak Ferlemann, CDU-Staatssekretär im Bundesministrium für Verkehr und digitale Infrastruktur, unterzeichneten der Niedersächsische Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) am Samstagmorgen eine Planungsvereinbarung zum Bau des A20-Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt. Spätestens 2030 soll der 6,5 Kilometer lange Tunnel fertig sein. Kostenpunkt: 1,1 Milliarden Euro.

Als eines der "wichtigsten Verkehrsprojekte Niedersachsens" bezeichnete Bernd Althusmann den Tunnelbau, der die beiden Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein miteinander verbindet. Der Tunnel ist Teil des Ausbaus der Küstenautobahn A20, ein Vorhaben, das sich schon jahrzehntelang in einer Planungsblase befindet. 

Der Elbtunnel schaffe eine Verbindung zweier weit auseinanderliegender Seehäfen, so Althusmann. Damit werde auch der Ballungsraum Hamburg umgangen. "Wir müssen jetzt in die bauliche Vorbereitung gehen", stellte er klar. Alle hätten ein Interesse daran, das Vorhaben auf den Weg zu bringen. "Ich freue mich darauf, zu unterzeichnen. Das setzt ein deutliches Signal." Zwischen sechs bis sieben Jahre werde der Bau dauern.

Der Niedersächsische Verkehrsminister erinnerte daran, dass die Ländervereinbarung nur bis Ende 2020 gültig ist - dann geht die Zuständigkeit für sämtliche deutschen Autobahnen auf die neue Autobahn GmbH des Bundes über. "Wir müssen Tempo machen und an einem Strang ziehen."

Das Projekt sei "nicht immer mit Intensität verfolgt worden", sagte Dr. Bernd Buchholz. Die aktuelle Kooperation knüpfe an die Planungsvereinbarung beider Länder aus dem Jahr 2005 an. Schon damals wurden die Zuständigkeiten, die Zusammenarbeit und die Kostenverteilung zwischen den beiden Ländern geregelt. Es gehe vor allem darum, keine zeitliche Verzögerung zwischen Baurecht und Baubeginn zu riskieren. "Darum beginnen wir bereits heute damit, weitere Planungen aufzustellen und die Bauausführungsunterlagen für die Realisierung des Elbtunnels vorzubereiten", ergänzte Buchholz.

Der Elbtunnel wird aller Voraussicht nach mautfrei, so Enak Ferlemann, damit eine maximale Verkehrsmenge erreicht werden könne. "Die Tendenz ist klar, die Entscheidung liegt an." Ferlemann bezeichnete den Schritt der beiden Verkehrsminister als einen "echten Meilenstein", denn die A20 mit dem Elbtunnel sei "das wichtigste Infrastrukturprojekt in Schleswig-Holstein und Niedersachsen". 
Ebenfalls anwesend war Bereichsleiter Bernd Rothe von der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH (DEGES). In den nächsten Jahren werde es darum gehen, die Planung zu aktualisieren und Planungsunterlagen zu erstellen.

Allein der Abtransport der beim Tunnelbau anfallenden 3,7 Millionen Kubikmeter Sand wird dabei zu einer logistischen Meisterleistung werden. Der Ausbau der Küstenautobahn schlägt mit insgesamt 3,65 Milliarden Euro zu Buche. "Wir haben die Erwartung an den Bund", so Althusmann, "dass Planung und Realisierung des Elbtunnels ab 2021 genauso konsequent vorangetrieben werden, wie wir es tun."

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Planungsvereinbarung für den A20-Elbtunnel
Das Signal ist gesetzt: Die Verkehrsminister unterzeichnen die Vereinbarung

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