Politiker in Stade-Haddorf befassen sich mit historischen Namen und schwierigen Wendemanövern
Supermarkt-Kunden landen in Stade in der Sackgasse

jd. Stade. Der Rat der Ortschaft Haddorf tagt am Donnerstag, 4. März, um 17.30 Uhr im Königsmarcksaal des historischen Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen vor allem Anträge, bei denen es um die verschiedensten Themen geht. Hier ein Überblick, womit sich die Ortsratsmitglieder in der kommenden Woche befassen werden:

Straßenbenennung: Die Straße in dem Neubaugebiet westlich der Haddorfer Hauptstraße soll den Namen Litenweg erhalten. Die Begründung: Liten waren im Mittelalter Bauern, die einem Grundherrn hörig waren. In der ersten Erwähnung Haddorfs in einer Schenkungsurkunde des Herzogs Heinrich von Sachsen an das Stader Marienkloster aus dem Jahr 1204 werden zwei zu einem Hof gehörende Liten genannt, die dort die Äcker bearbeiteten. Die Bezeichnung Litenweg wäre daher passend.

Zuschüsse: Der TC Haddorf möchte einen Zuschuss für Unterhaltungskosten im Jahr 2020 erhalten. Es geht um rund 4.000 Euro. Außerdem beantragt der Förderverein "Haddorfer Zwerge" einen Zuschuss für die Anschaffung von zwei iPads mitsamt dazugehöriger Ausstattung. Die Kosten belaufen sich auf knapp 1.600 Euro. Die iPads sollen in der Kita Haddorf für die Medienerziehung der Kinder genutzt werden.

Abfallkörbe: Aus Sicht des Ortsbürgermeisters Hermann Müller erscheint es sinnvoll, zwei zusätzliche Abfallkörbe in Haddorf aufzustellen. Ein Papierkorb sollte in der Haddorfer Hauptstraße an einem Laternenmast zusätzlich zu einer bereits vorhandenen "Doggi Bag Station" montiert werden. Die Strecke sei inzwischen ein beliebter Spazierweg und werde von Hundebesitzern gern als Gassirunde genutzt, so Müller. Ein Abfallkorb sei ideal, damit die Hundekotbeutel entsorgt werden können.

Durchfahrtsbeschränkung: Wer nicht ortskundig ist und "Meyer's Frischecenter" ansteuern will, biegt oftmals versehentlich in die Straße Bormannskamp ein, die eine Sackgasse ist. Meist ist der Fehler schnell erkannt und die Betreffenden suchen die nächstgelegene Wendemöglichkeit. Als Gelegenheit zum Wenden ist der Wendehammer am Ende der Straße vorgesehen.

Die Autofahrer fahren aber gar nicht bis zum Ende und versuchen früher zu wenden - meist an einer bestimmten Stelle, die als Zufahrt zu einer landwirtschaftlichen Fläche eingerichtet ist. Für Wendemanöver eignet sich diese unbefestigte Stelle wenig. Pkw und auch Lkw fahren sich fest. Um das künftig zu verhindern, sollen vier Absperrpfosten installiert werden. Diese können von den Landwirten bei Bedarf entfernt werden.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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