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Landkreis Stade
Amt Veterinärwesen warnt vor Afrikanischer Schweinepest

Foto: adobe stock / rwbrandstetter
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Das Amt Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Stade schlägt Alarm: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) sorgt weiterhin für große Sorgen. Diese hochansteckende Seuche ist für Wild- und Hausschweine nahezu immer tödlich und verursacht großes Tierleid, erklärt Amtsleiterin Dr. Sibylle Witthöft. Der wirtschaftliche Schaden, den die ASP mit sich bringt, ist enorm. Für Menschen sowie andere Haus- und Wildtiere besteht hingegen keine Gefahr.

Dr. Witthöft betont die Dringlichkeit, die ASP aus den Hausschweinebeständen fernzuhalten. Alle Schweinehalter müssen die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten – dies gilt auch für Besitzer von Minipigs.

Die ASP wurde erstmals im September 2020 in Deutschland bei Wildschweinen in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze, nachgewiesen. Seitdem breitet sie sich innerhalb der Wildschweinpopulation aus und hat vereinzelt auch Hausschweinebestände betroffen. Beispielsweise wurde ein großer Mastbetrieb im Landkreis Rostock infiziert. In Niedersachsen brach die Seuche im Juli 2022 in einem Betrieb im Landkreis Emsland aus. Trotz intensiver Untersuchungen konnten weder der Eintragsweg noch die Herkunft des Virus festgestellt werden. Aktuell wurde erstmals ein ASP-infiziertes Wildschwein im hessischen Landkreis Groß-Gerau entdeckt, was das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu einer Warnung vor weiterer Ausbreitung veranlasst hat.

Schweine haltende Betriebe müssen besonders auf folgende Maßnahmen achten:

Keine Verbreitung des Virus durch Kleidung und Schuhe – Stallbekleidung darf nicht außerhalb des Stalls getragen werden.
Kein Futter oder Einstreu aus infizierten Zonen verwenden.
Schweinehalter, die auch Jäger sind, sollten auf die Gefahren einer Virusverbreitung durch Fahrzeuge, Kleidung, Hunde oder direkten Kontakt zu ihren Tieren achten.
Ein weiterer Appell geht an die Bürgerinnen und Bürger: Fleischprodukte und Wurstbrote dürfen nicht achtlos in der Natur entsorgt werden, um zu verhindern, dass Wildschweine das Virus weitertragen.

Um einen möglichen ASP-Eintrag in die Wildschweinpopulation frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, tot aufgefundene Wildschweine unverzüglich dem Amt Veterinärwesen und Verbraucherschutz unter Tel. 04141-12-3931 zu melden. Weitere Informationen zur ASP sind auch online verfügbar.

https://tierseucheninfo.niedersachsen.de

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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