Bremerhavener Unternehmer plant Hotelneubau / Vorzugskonditionen für Studenten
Ein "Havenhostel" für Stade

Auf dem rot markierten Areal soll der Hotelneubau entstehen  Foto: Martin Elsen/luftbild.fotograf.de
  • Auf dem rot markierten Areal soll der Hotelneubau entstehen Foto: Martin Elsen/luftbild.fotograf.de
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Die Baugenehmigung wird voraussichtlich bereits im September erteilt: In Stade soll ein Hotelneubau entstehen. Der Bremerhavener Unternehmer und Hotelier Jens Grotelüschen plant in der Hansestadt ein Bauprojekt, das er in Bremerhaven und Cuxhaven bereits erfolgreich umgesetzt hat. In den beiden Küstenstädten hat Grotelüschen zwei sogenannte "Havenhostels" gebaut - direkt am Hafenbecken auf Flächen, die ehemals von der Fischereiwirtschaft genutzt wurden und jetzt touristisch erschlossen sind. Allein durch die Lage bekommen die Gäste maritimes Flair vermittelt. Allerdings wird das geplante Hotel in Stade nicht unmittelbar am Wasser liegen.

Vorgesehen für den Hotelbau ist ein rund 2.700 Quadratmeter großes Areal an der Straße "Am Schwingedeich". Das Grundstück, das sich zwischen dem Kinoparkplatz und der Einmündung des "Schnurweges" befindet, hat die Stadt im Rahmen eines sogenannten Erwerber-Auswahlverfahrens veräußert. Den Zuschlag hat die Firma Rahlfs Immobilien erhalten. Die Immobilienfirma hat die Projektidee weiterentwickelt und nach einem geeigneten Betreiber Ausschau gehalten.

Die Umsetzung erfolgt nun durch die Stade Immo GmbH & Co. KG, hinter der die Grotelüschen & Weber AG aus Bremerhaven steht. Der Inhaber Jens Grotelüschen setzt mit seinem Hotelkonzept offenbar auf eine eher jüngere Zielgruppe. Daher wohl auch der Begriff "Hostel": Nach der gängigen Definition sind Hostels günstige Unterkünfte für junge Leute. Allerdings bekommt der Gast auch in diesem Segment immer öfter eine gehobene Ausstattung geboten.

Grotelüschen hat sein Bauvor-haben am Montag in kleinem Kreis auf einer nicht-öffentlichen Veranstaltung der CDU-Mittelstandsvereinigung vorgestellt. Auf die wiederholte Bitte des WOCHENBLATT, persönlich zu seinem Hotelprojekt Stellung zu nehmen, hat er leider nicht reagiert.

Laut Mitteilung der Stadt soll ein Teil des Hostels als Boardinghouse genutzt werden. Vorgesehen sind 100 bis 110 Zimmer bzw. Apartments in unterschiedlicher Größe. Die 26 bis 33 Quadratmeter großen Apartments werden zusätzlich mit einer kleinen Küche ausgestattet sein und können von Studierenden des Hansecampus Stade und anderer Hochschulen aus der Region sowie von Auszubildenden genutzt werden, deren Wohnort zu weit von ihrer Ausbildungsstätte entfernt liegt.

Während die Zimmer im Hostel-Bereich nach klassischen Hotelkonditionen vermietet werden, können die Apartments von den Studenten bzw. Azubis für längere Zeiträume zu Sondertarifen angemietet werden - beispielsweise für ein Semester oder auch für die gesamte Dauer des Studiums. Für diesen Zweck sollen im Havenhostel laut Vereinbarung mit der Stadt bis zu 40 Plätze reserviert sein. Der Hotelbau ist in zwei Gebäuderiegel untergliedert, die vier Geschosse plus ein Staffelgeschoss haben.

"Wir sind sehr glücklich, dass dieses Hotelprojekt in Stade realisiert werden soll", erklärte Bürgermeisterin Silvia Nieber auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Seit vielen Jahren setze sie sich dafür ein, dass in der Hansestadt ein entsprechendes Angebot für Studenten und junge Menschen geschaffen wird. Solch ein Projekt habe bereits auf ihrer Wahl-Agenda von 2011 gestanden.

• Über einen Hotelneubau in Stade wird seit rund zehn Jahren diskutiert und auch gestritten. Der Investor Victor Dahdaleh wollte neben dem Stadeum ein Vier-Sterne-Hotel errichten. Die Pläne konnten nicht umgesetzt werden, weil der Betreiber des Stader Hofs erfolgreich dagegen klagte. Doch gerade bei Tagungen im Stadeum sind Hotelbetten knapp. Das Hostel könnte in solchen Fällen die Situation entschärfen.

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