Teilzeit im Trend
Mehr Neugründungen als Geschäftsaufgaben in der Region
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Der Gründungsgeist in der Region bleibt stark, so die IHK Elbe-Weser. Die Zahl der Neugründungen übersteigt weiterhin die Geschäftsaufgaben, doch der Abstand schrumpft. Im vergangenen Jahr gab es 6.956 Gewerbeanmeldungen, während 5.837 Betriebe abgemeldet wurden. Die IHK wertet dies als positives Signal, warnt aber vor einem anhaltenden Rückgang des Gründungssaldos.
Handel bleibt führend, Wachstum stagniert
Die meisten neuen Unternehmen wurden im Handel, der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gegründet. Auch wirtschaftliche und freiberufliche Dienstleistungen verzeichneten hohe Gründungszahlen, doch ein dynamisches Wachstum bleibt aus.
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten besteht weiterhin der Wunsch zur Selbstständigkeit. „Ich freue mich, dass die Menschen in unserer Region trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ihren Mut nicht verlieren und immer noch Unternehmen gründen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Christoph von Speßhardt. Dennoch zeigt sich: Um dem vollen Risiko zu entgehen, gründen viele angehende Selbstständige nebenberuflich.
Stabiler Trend: Nebenerwerb
59 Prozent aller neuen Unternehmen werden mittlerweile im Nebenerwerb gegründet – ein neuer Höchststand. IHK-Volkswirt Henrik Gerken erklärt den Trend: „Bei der angespannten konjunkturellen Lage wollen viele Gründer ihre Geschäftsidee zunächst [...] einem Praxistest unterziehen.“
IHK sieht Potenzial, aber auch Herausforderungen
Die IHK lobt die Innovationskraft der Gründer und sieht positiven Einfluss auf die regionale Wirtschaft. Gleichzeitig machen der schrumpfende Gründungssaldo und die steigende Zahl der Geschäftsaufgaben deutlich, dass Selbstständigkeit immer häufiger mit Vorsicht angegangen wird.
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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