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Feuerwehrlöschboot "Henry Köpcke" hat sich schon bewährt

Die "Henry Köpcke" wiegt elf Tonnen und ist 11,20 Meter lang sowie 3,80 Meter breit
lt. Stade. Die ersten Einsätze hat die "Henry Köpcke" bereits hinter sich. Das neue Hilfeleistungs-Löschboot der Stader Feuerwehr musste erst kürzlich wieder einem festgefahrenen Boot auf der Elbe vor Pagensand helfen und hat sein Können auch schon bei rauer See vor Krummendeich unter Beweis gestellt, berichtet Bootsbeauftragter Fabian Plath.
Er ist einer von insgesamt 30 Mitgliedern der Feuerwehr-Bootsgruppe und darf mit seinem Sportbootführerschein See und einem Seefunkzeugnis auch selbst hinters Steuer des rund 40 Knoten (ca. 75 km/h) schnellen Bootes.
Die "Henry Köpcke" ersetzt wie berichtet die alten Feuerwehrboote "Brunshausen" und "Florian 1" und ist mit einem Gewicht von elf Tonnen, einer Länge von 11,20 Metern und 3,80 Metern Breite das größte seiner Art auf der Elbe im Landkreis Stade.
Zum Einsatz kommt das Boot u.a. bei medizinischen Notfällen auf Elbe oder Schwinge, zur Rettung von auf Grund gelaufenen Schiffen sowie von Booten, die im Fahrwasser der großen Containerriesen treiben, so Fabian Plath.
An Bord des Bootes mit einer Dieselmotor-Leistung von insgesamt 700 PS ist u.a. ein Lastenheber, der sowohl der Personenrettung als auch der Bergung von Gütern dient. Außerdem verfügt die "Henry Köpcke", die mit modernster Navigations- und Funktechnik ausgestattet ist, über eine Schleppvorrichtung, einen Tragentisch für Kranke und Verletzte, eine mobile Feuerlösch-Pumpe mit einer Leistung von 2.400 Litern Wasser pro Minute, eine Wärmebildkamera, einen Suchscheinwerfer und eine Sonar-Anlage, mit der Personen und Gegenstände im Wasser geortet werden können.
In viel Eigenleistung haben die Stader Retter das rund zehn Jahre alte Boot, das sich vorher im Privatbesitz eines Zimmermanns aus Skandinavien befand, komplett entkernt, technisch überholt, aufgearbeitet und in vielen Arbeitsschritten zum Feuerwehrboot umgerüstet. Da, wo vorher eine Sitzecke mit Küche war, befindet sich jetzt der Tisch zum Fixieren einer Trage. Die ehemalige Küche ist zum Lager umgebaut worden.
Seinen Namen verdankt das Boot dem ehemaligen Bootsbeauftragten „Henry Köpcke“, der u.a. die Holzarbeiten federführend verrichtet hat.
In Notfällen ist die Besatzung in der Regel nach spätestens zehn Minuten an Bord. Die Crew kooperiert mit dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes und der DLRG.
Noch liegt die "Henry Köpcke" am Anleger in Stadersand, ein neuer Anleger soll aber hinter dem Sperrwerk an der Schwinge gebaut werden, so Fabian Plath. Von dort könne man schneller und sicherer ausrücken. In den kommenden Monaten stehen zudem verstärkt Übungen auf dem Boot an, damit die Abläufe sitzen, wenn die Bootssaison wieder beginnt.