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Endlich wieder Party – doch Vorsicht vor K.O.-Tropfen!
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Ein Abend, der zum Albtraum wurde
Es sollte ein ausgelassener Abend werden. Anna, 23 Jahre alt, war mit Freundinnen in einer Bar unterwegs, Musik, Lachen, volle Tanzfläche. Ein junger Mann spendierte ihr ein Getränk, man kam ins Gespräch. Kurze Zeit später fühlte sich Anna plötzlich benommen. Der Raum drehte sich, ihr wurde übel, Bewegungen fielen schwer. An den weiteren Verlauf des Abends hat sie kaum noch Erinnerungen. Sie wachte am nächsten Morgen in einer fremden Wohnung auf – mit großen Erinnerungslücken, Scham und der quälenden Frage: Was ist passiert?
Solche Fälle sind leider keine Einzelfälle. Gerade jetzt, wo Clubs, Partys und Feste gut besucht sind, gewinnt ein altbekanntes, aber oft verdrängtes Thema erneut an Aktualität: K.O.-Tropfen.
Wenn das unbeschwerte Feiern ausgenutzt wird
Die Sehnsucht nach Geselligkeit ist groß – ob beim Karneval, Fasching oder beim traditionellen Faslam im Landkreis Harburg. Viele Menschen zieht es in den kommenden Wochen zu Veranstaltungen und Umzügen, manche reisen dafür sogar in eine der Karnevalshochburgen an den Rhein. Wo ausgelassen gefeiert wird, mischen sich jedoch leider auch Menschen darunter, die das Vertrauen und die Unbeschwertheit anderer gezielt ausnutzen.
Was zunächst wie ein harmloser Flirt beginnt, kann in einem Albtraum enden. Der eben noch freundlich wirkende Begleiter entpuppt sich später als Täter. In einem unbeobachteten Moment wird dem Opfer ein Betäubungsmittel ins Glas gemischt – unbemerkt, farb- und geruchlos. Die Betroffenen werden willenlos und können sich kaum noch wehren.
Wer sind Täter – wer sind Opfer?
Täter sind nicht nur Fremde. Es können auch Bekannte oder vermeintliche „Freunde“ aus dem persönlichen Umfeld sein.
Opfer sind häufig Frauen und Mädchen – doch auch Männer können betroffen sein.
Was sind K.O.-Tropfen?
K.O.-Tropfen sind Drogen, die in geringer Dosis enthemmend wirken, in höherer Dosierung jedoch stark betäubend und einschläfernd. Sie werden meist unauffällig in Getränke gemischt, vor allem in Bars, Clubs, auf Festen oder privaten Partys. Obwohl sie salzig bis seifig schmecken, sind sie in Mixgetränken kaum wahrnehmbar.
Wie wirken K.O.-Tropfen?
Nach der Einnahme fühlen sich Betroffene zunächst auffällig benommen und leicht manipulierbar. Es folgen Schwindel und Übelkeit. Typische Anzeichen einer Vergiftung können sein:
- plötzlicher Schwindel und Übelkeit
- Wahrnehmungsstörungen
- Bewusstseinstrübung („wie in Watte gepackt“)
- Willenlosigkeit
- eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zur Regungslosigkeit
- Erinnerungslücken bis hin zur Amnesie
Die Wirkung hängt von der Dosierung und der körperlichen Verfassung ab. Viele Opfer wachen später an fremden Orten oder zu Hause auf, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen sind. Diese Ungewissheit ist extrem belastend und verunsichernd.
Wie kann ich mich schützen?
- Sprich verdächtige Beobachtungen sofort an.
- Kommt gemeinsam und geht gemeinsam – und haltet euch daran.
- Achtet gegenseitig auf eure Getränke und aufeinander.
- Erkennt Warnzeichen und handelt sofort.
Was tun bei Verdacht?
- Bitte sofort Freunde, Bekannte oder das Personal um Hilfe.
- Suche umgehend ärztliche Hilfe oder eine Notfallambulanz auf.
- Wichtig: K.O.-Tropfen sind nur kurze Zeit nachweisbar – im Blut etwa 8 Stunden, im Urin maximal 12 Stunden.
- Ruf im Zweifel die 110 (Polizei) oder 112 (Rettungsdienst).
- Erstatte Anzeige
Hier erhalten Sie Hilfe
Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt zurück zu Sicherheit und Selbstbestimmung.Wenn Du von einer Straftat betroffen bist und Unterstützung benötigst, stehen Dir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WEISSEN RINGS mit Rat und Tat zur Seite!
So erreichst Du den WEISSEN RING im Landkreis Harburg:
Tel.: 0151 551 647 33
E-Mail: harburg-kreis@mail.weisser-ring.de
Weitere Informationen erhälst Du auf unserer Homepage:
https://harburg-kreis-niedersachsen.weisser-ring.de/
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