"Plötzlich hatte sie ein Messer und stach damit zu"

Volker K. (blaues Hemd) beim Prozessauftakt im Gespräch mit seinen beiden Anwälten  Foto: thl
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Toppenstedt
Flucht nach beinahe Zusammenstoß zwischen PKW und LKW

Am Samstag, 22. August, befuhr ein 25-Jähriger gegen 20.15 Uhr mit einem LKW die Landstraße 212 von Toppenstedt nach Garlstorf, als ihm auf seiner Fahrbahnhälfte in einer Kurve ein Pkw entgegenkam. Der LKW-Fahrer musste nach rechts ausweichen und fuhr infolgedessen gegen die Leitplanke. Bei dem Pkw soll es sich um einen dunklen Kombi gehandelt haben. Der Pkw-Fahrer entfernte sich ohne anzuhalten, von der Unfallstelle. Wer Angaben zu dem Pkw machen kann, setzt sich bitte mit der Polizei Winsen...

Blaulicht

Feuerwehreinsatz in Beckdorf
Geschirrspüler in Brand geraten

Wegen eines Küchenbrandes in Beckdorf wurden heute Mittag gegen 13 Uhr die Feuerwehren aus Beckdorf, Goldbeck, Sauensiek und Apensen alarmiert. Vermutlich war ein Geschirrspüler in Brand geraten. Durch die starke Rauchentwicklung entstand erheblicher Sachschaden. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Die Einsatzkräfte löschten den Brand und kontrollierten die betroffenen Bereiche auf mögliche Glutnester.

Blaulicht

Autobahn 39 / Maschener Kreuz
Zusammenprall von Fahrzeugen mit Überschlag

Am Freitag, 21. August, kam es gegen 13.10 Uhr auf der A39 im Maschener Kreuz zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Der 21-jährige Fahrer eines VW Caddy überholte nach dem Auffahren auf die A39 in Fahrtrichtung Lüneburg einen Sattelzug. Dies wurde von einem aus Richtung A7 kommenden Audi RS5 übersehen und der 24-jährige Fahrer konnte trotz Vollbremsung einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. In der Folge überschlug sich der Caddy und flog über die Außenschutzplanke eine Böschung hinab....

Blaulicht

Buchholz
Autofahrer missachtet Vorfahrt und flüchtet

Am Donnerstag, 20. August, kam es gegen 22.05 Uhr an der Kreuzung Hamburger Straße / Bendestorfer Straße beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem Pedelec. Der Pedelec-Fahrer wollte, nachdem die für ihn geltende Ampel Grünlicht anzeigte, auf dem Radweg anfahren und die Bendestorfer Straße queren. In diesem Moment bog der bislang unbekannter Fahrzeugführer des PKW von der Hamburger Straße nach rechts in die Bendestorfer Straße ab und ignorierte die Vorfahrt. Es kam zwar zu...

Blaulicht

Motorsegler startete vom Flugplatz Wenzendorf
Flugzeug aus dem Landkreis Harburg stürzt in Kroatien ab: Beide Insassen tot

Ein tragisches Unglück erschüttert die Fliegergemeinschaft im Landkreis Harburg: Ein Motorsegler der Airbus HFB-Fluggemeinschaft e.V., die auf dem Flugplatz Wenzendorf bei Buchholz beheimatet ist, stürzte am Freitagnachmittag, 21. August, im kroatischen Velebit-Gebirge ab. Die beiden Personen an Bord des Fliegers  kamen ums Leben. Bei den zwei Opfern handelt es sich um Vereinsmitglieder. Verein in Wenzendorf: „Wir trauern“ Die Maschine mit dem deutschen Kennzeichen D-KWZE gehörte zum...

Blaulicht

Verfolgung durch Horneburg
Ladendiebstahl endet mit Festnahme auf der Auebrücke

Ein mutmaßlicher Ladendieb ist am Donnerstagnachmittag, 20. August, nach einer kurzen Flucht durch Horneburg von der Polizei festgenommen worden. Zuvor soll der 31-Jährige in einem Drogeriemarkt am Burggraben mehrere Waren gestohlen haben. Gegen 16.15 Uhr bemerkten Mitarbeiter des Geschäfts den Diebstahl. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann unter anderem eine Milchpumpe sowie zehn Packungen Rasierklingen aus der Auslage genommen und in einem mitgebrachten Rucksack verstaut. An der Kasse...

Blaulicht

Vieles war den Behörden nicht bekannt
Bluttat in Stade: Landesregierung beantwortet Anfrage der CDU zum mutmaßlichen Täter

Ein Mann ohne Aufenthaltstitel, ein früher Hinweis auf eine mögliche Flucht aus türkischer Haft und eine Ausländerbehörde, die erst nach der Bluttat von seinem Wohnort erfuhr: Die Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage zur Bluttat von Stade liefert neue Details – und neuen Stoff für politische Nachfragen. Die CDU-Landtagsabgeordneten Birgit Butter (Buxtehude), Melanie Reinecke (Stade) und André Bock (Winsen) hatten insgesamt 32 Fragen gestellt. Sie wollten wissen,...

Blaulicht
 Auto im Vollbrand | Foto:  Feuerwehr Nordkehdingen
4 Bilder

Auto brennt bei Oederquart vollständig aus
Feuerwehren mit 30 Kräften im Einsatz

Ein brennender VW hat am Donnerstagabend, 20. August, die Feuerwehren Oederquart und Freiburg beschäftigt. Auf dem Freiburger Weg zwischen Doesemoor und Landsbrück stand das Fahrzeug beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Verletzt wurde nach den vorliegenden Informationen niemand. Rauch steigt plötzlich aus dem Motorraum auf Gegen 20.15 Uhr alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle die Feuerwehren Oederquart und Freiburg zu einem Fahrzeugbrand auf der Verbindungsstraße...

Blaulicht

Kurioses aus dem Nachbarlandkreis
Entwischter Esel verletzt Helfer

Ein freilaufender Esel, ein ausgebüxtes Pferd und plötzlich ein Tier im Wohnmobil: In Holßel im Landkreis Cuxhaven nahm eine gut gemeinte Hilfsaktion am Freitag eine ungewöhnliche Wendung. Passanten hatten im Bereich des Kreisverkehrs einen entlaufenen Esel und eine ebenfalls ausgebüxte Stute entdeckt. Zwei Reisende aus der Wurster Nordseeküste hielten mit ihrem Wohnmobil an und wollten den Esel mit dem Namen „Freddy“ sichern. Doch dieser reagierte heftig: Er stieg in das Wohnmobil, trat und...

Wende im Prozess um Mord an Ehefrau in Winsen? / Angeklagter spricht von Notwehr

thl. Lüneburg. "Doreen ging die Treppe hoch, ich hinterher. Ich wollte mit ihr wegen der Kinder reden. Plötzlich holte sie ein Messer unter ihrem Pullover hervor, stach damit in Richtung meines Unterleibes und traf meinen Oberschenkel. Ich wollte mich wehren. Es entstand ein Gerangel, in dessen Verlauf ich das Messer in die Hand bekam. Dann stach ich zu. Wie oft, weiß ich nicht mehr. Als mir klar wurde, was ich gemacht habe, rief ich den Notarzt." So die Einlassung von Volker K. (47).
Wie das WOCHENBLATT berichtete, muss sich der zweifache Familienvater vor der 4. Großen Strafkammer des Lüneburger Landgerichtes verantworten, weil er am 27. Mai vergangenen Jahres seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Doreen (40) in deren Haus an der Straße Münze in Winsen erstochen hat. Der Staatsanwalt wirft K. das Mordmerkmal der Heimtücke vor und will ihn lebenslang hinter Gittern sehen. Die Verteidigung will hingegen nichts von einem Mord wissen. Ihre Strategie: Volker K. hat in Notwehr und anschließend im Effekt gehandelt. Sollte das Gericht dem folgen, könnte K. am Ende freigesprochen werden oder mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.
In der Einlassung Volker K.'s, die zumeist von einem seiner beiden Verteidiger verlesen wurde, ging es zunächst um Grundsätzliches. Wie K. aufwuchs, wann er seine Frau kennenlernte, wann die Kinder geboren wurden und wann man schließlich von Brandenburg über Hamburg und Toppenstedt nach Winsen zog.
2015 sei sein Vater gestorben, das habe einen tiefen Einschnitt in das Leben des Angeklagten gegeben, hieß es. K. sei danach antriebslos geworden. Ende 2017 habe Volker K. erfahren, dass sich seine Frau mit einem Arbeitskollegen treffe. Einen Monat später habe sich Doreen getrennt. In der Folge habe es immer wieder Streit wegen der Kinder gegeben, so auch am Tattag.
Den Tattag schildert Volker K. wie folgt: Er sei morgens zum Haus seiner Frau gefahren, um mit ihr zu reden, doch sie sei nicht da gewesen. K. blieb aber vor Ort, trank Bier und Wein. Erst abends traf er seine Frau an. "Ich bin durch die Hintertür des Grundstücks in den Garten gegangen. Dort habe ich kurz mit den Kindern gesprochen, die dort spielten. Doreen war auf der Terrasse und ging ins Haus. Ich bin ihr hinterher", so der Angeklagte. Dann sei es zu dem tragischen Vorfall gekommen. Was geschehen ist, tue ihm unendlich leid. Er habe die Tat nie geplant. "Ich würde alles dafür geben, es wieder rückgängig zu machen", sagte Volker K. "Dabei geht es mir in erster Linie nicht um mich, sondern um meine verstorbene Frau und meine beiden Kinder, die ihre Mutter sehr geliebt haben."
Bleibt die Frage, ob das Gericht der Einlassung K.'s folgt. Fakt ist, direkte Tatzeugen gibt es offenbar nicht. Ob die Kinder etwas gesehen haben oder erst nach den Schreien der Mutter ins Haus gelaufen sind, ist unklar.
Der Prozess geht am Freitag, 1. März, weiter. Dann soll eine weitere Nachbarin, bei der die Kinder nach der Tat zunächst untergekommen waren, gehört werden. Wann es zu einem Urteil kommt, ist derzeit noch völlig offen.

Leserreporter:

Thomas Lipinski aus Winsen

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