Vom Ausbruch direkt zum Einbruch

Aus dieser Zelle konnte der 38-Jährige im vergangenem Jahr fliehen
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Das war schon mehr als dreist: Während ein 38-Jähriger in der Haftzelle des Winsener Amtsgerichtes auf seine Abholung durch den Gefängnis-Bus wartete, nutzte er eine Sicherheitslücke in der Zelle und türmte. Doch statt unterzutauchen ging er schnurstracks zur Bücherei der benachbarten Kirchengemeinde St. Marien, trat die Tür ein, durchsuchte die Räumlichkeiten und klaute einen Laptop, eine Digitalkamera und ein Handy.
Das war im März vergangenen Jahres. Jetzt bekam der mehrfach vorbestrafte Gauner vom Winsener Amtsgericht die Quittung. Für diesen und einen weiteren Einbruch in Lüneburg wurde er zu einer Haftstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt - ohne Bewährung. Zwei weitere Verfahren wegen Einbrüchen in Lüneburg wurden abgetrennt, die werden in der Salzstadt gesondert verhandelt.
Übrigens: Fliehen konnte der 38-Jährige diesmal nicht. Zum einen ist die Sicherheitslücke in der Gerichtszelle mittlerweile nicht mehr vorhanden. Der Mann wurde aber per "grüner Minna" aus einem Hamburger Gefängnis nach Winsen gebracht. Dort sitzt er nämlich derzeit ein - wegen Einbruchs.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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