Ranger des Landkreises und Wasserschutzpolizei
Vom Wasser aus alles im Blick

Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei aus Scharnebeck haben die vier Rangerinnen und Ranger des Landkreises Harburg Angelplätze an der Elbe vom Wasser aus inspiziert | Foto: Landkreis Harburg
  • Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei aus Scharnebeck haben die vier Rangerinnen und Ranger des Landkreises Harburg Angelplätze an der Elbe vom Wasser aus inspiziert
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Buchholz
Drei Graffitisprayer aus Leipzig auf frischer Tat gefasst

Aufgrund eines Zeugenhinweises konnten Polizeibeamte in Buchholz am Dienstag, 11. August, gegen 0.45 Uhr drei Graffitisprayer festnehmen. Der Hinweisgeber bemerkte die drei Personen, die gerade eine Wand eines Schulgebäudes im Buenser Weg in Buchholz mit Farbe besprühten. Die sofort eingesetzten Polizeibeamten konnten die drei Männer (alle 18 Jahre alt und aus Leipzig) unmittelbar am Tatort antreffen. Während der ersten Befragung stellte sich schnell heraus, dass die drei für die Farbgraffitis...

Blaulicht
In dieser Garage im sonst beschaulichen Wistedt soll der 60-Jährige auf seinen 87-jährigen Vater eingestochen haben | Foto: sh
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Wistedt/Stade
Sohn kommt nach Ermordung seines Vaters vor Gericht

Diese Tat hat Ende Februar 2026 für großes Entsetzen in der 1.800-Seelen-Gemeinde Wistedt (Landkreis Harburg) gesorgt: Ein 60-jähriger Mann steht im Verdacht, am 25. Februar seinen 87-jährigen Vater mit einem Messer ermordet zu haben und muss sich deshalb ab heutigen Donnerstag (13. August) vor dem Landgericht Stade verantworten. Die Anklageschrift wurde verlesen. Rückblick: Am Mittwoch, 25. Februar 2026, gegen 20.10 Uhr wurde die Polizei wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts nach Wistedt...

Blaulicht

Sperrung zwischen Harburg und Buchholz
Metronom-Züge RE4/RB41 werden umgeleitet - Halte in Hittfeld und Klecken entfallen

Nach einem gefährlichen Ereignis ist die Bahnstrecke zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz derzeit vollständig gesperrt. Die Sperrung führt zu Einschränkungen auf den Metronom-Linien RE4 und RB41 zwischen Hamburg und Bremen. Die Folgen: Die Züge werden während der Streckensperrung über Jesteburg umgeleitet. Dadurch können die regulären Halte in Hittfeld und Klecken derzeit nicht bedient werden. Die Züge der Linie RE4 halten während der Umleitung zusätzlich in Sprötze. Fahrgäste müssen aufgrund...

Blaulicht
Foto: Feuerwehr Buchholz
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Waldbrand an der A1 bei Rade
5.000 Quadratmeter Wald in Flammen

Ein Böschungsbrand an der A1 bei Rade hat nicht nur 5.000 Quadratmeter Wald in Flammen gesetzt und ein Großaufgebot von rund 150 Rettungskräften beschäftigt, sondern auch für kilometer- und stundenlange Staus auf der A1 gesorgt. Gegen 16.45 Uhr am Donnerstag, 13. August 2026, meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer das Feuer an der A1 Richtung Bremen kurz vor der Anschlussstelle Rade. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte die Grasnarbe neben der Fahrbahn bereits auf einer Länge von rund...

Blaulicht

Pkw mit sechs Personen überschlägt sich
Schwerer Unfall auf der B73

Mit sechs Menschen an Bord ist ein Auto am vergangenen Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr auf der B73 bei Cadenberge verunglückt. Der Wagen überschlug sich im Graben, eine Person wurde schwer verletzt. Auto kommt von der Fahrbahn ab Nach Angaben der Polizei verlor ein 72-jähriger Autofahrer aus Bremen aus bislang ungeklärter Ursache auf gerader Strecke die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug kam nach links von der Fahrbahn ab, geriet in den Graben und überschlug sich. Alle sechs Insassen des...

Blaulicht
Auf gerader Strecke stießen die beiden Fahrzeuge aus bislang ungeklärter Ursache frontal zusammen | Foto: Andreas Schubert / Feuerwehr Leversen
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Leversen
Schwerer Frontalzusammenstoß auf der Rosengartenstraße (K 52 ) - mehrere Verletzte

Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Rosengartenstraße (K52) wurde die Freiwillige Feuerwehr Leversen-Sieversen am Mittwoch (12. August 2026) um 13.51 Uhr alarmiert. Im Waldgebiet zwischen Sieversen und Bachheide waren zwei Pkw frontal kollidiert, der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Aus bislang unklarer Ursache war dabei ein 86-jähriger Mann mit seiner Mercedes B-Klasse auf der Fahrt in Richtung Sieversen nach links in die Gegenfahrspur geraten und dort frontal mit...

Blaulicht
Die Unfallstelle | Foto: Stefan Braun / Feuerwehr Stade
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Unfall auf der B73 in Stade
Fünf Fahrzeuge beteiligt – drei Leichtverletzte

Ein Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen hat am Dienstagnachmittag auf der Bundesstraße 73 in Stade für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Ein Anhänger mit einem Bagger kippte bei dem Zusammenstoß um und blockierte zeitweise die Fahrbahn. Der Unfall ereignete sich auf der B73 zwischen der Bremervörder Straße und der Schwingebrücke in Fahrtrichtung Hamburg. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einem...

Blaulicht

Tatverdächtiger gefasst
29-Jähriger bei Messerangriff in Stade schwer verletzt

++++++++++Update: Mutmaßlicher Täter in U-Haft++++++++++++ Durch intensive Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 32-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz. Einsatzkräfte der Polizei nahmen den Verdächtigen am vergangenen Samstagabend gegen 19 Uhr in Stade fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er noch am selben Abend einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der 32-Jährige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen gebracht. Die...

Blaulicht

Buchholz
Kommentar: Ampelanlage Hamburger Straße / Schützenstraße außer Betrieb

Die Leuchtzeichenanlage an der Kreuzung Hamburger Straße / Schützenstraße / Bendestorfer Straße in Buchholz ist seit längerer Zeit am Dienstag außer Betrieb. Der Straßenverkehr wird nicht durch die Polizei geregelt.  Dabei zeigt sich: Viele Verkehrsteilnehmer - das Alter spielt keine Rolle - scheinen ihr vermitteltes Wissen aus der Fahrschule nicht mehr zu kennen. Statt zu überlegen wird stark beschleunigt oder die Hupe mehrfach genutzt - das klappt reibungslos! Augen zu und durch! Fußgänger...

Blaulicht

Trunkenheitsfahrt mit Folgen
Mit über 2,9 Promille am Steuer: Unfall in Buxtehude

Mit mehr als 2,9 Promille verursachte ein Autofahrer am gestrigen Dienstagnachmittag in Buxtehude-Heitmannshausen einen Unfall. Um 17.15 Uhr kam der 61-Jährige mit seinem VW Multivan auf der Fahrt in Richtung Neukloster von der Fahrbahn ab und touchierte einen ordnungsgemäß abgestellten Mercedes-Sprinter. Betrunken am Steuer Bei der Unfallaufnahme stellten die eingesetzten Polizeibeamten fest, dass der Fahrer unter erheblichem Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr...

Florian Baier glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Die fünf Männer hatten sich ihren Angelplatz im sensiblen Naturschutzgebiet an der Elbe bequem hergerichtet. „Sie hatten dafür sogar eine Säge eingesetzt“, erzählt der Ranger des Landkreises Harburg. Der Röhrichtgürtel fiel den Anglern zum Opfer, und sogar an armdicken Weidenästen setzten die Männer ihre Säge an. Unrechtsbewusstsein hatten sie nicht, Anwohnern gegenüber behaupteten sie sogar, sie hätten dafür eine Genehmigung – und gegenüber Baier und seinen Kollegen war die erste Ausrede: „Wir haben uns nichts dabei gedacht.“ Baier kann dieses Vorgehen nicht fassen. „Das war schon frech. Solche Zerstörung der Natur haben wir zum Glück selten.“ Der illegal hergerichtete Angelplatz war einer der Verstöße, den die Rangerin Carina Peters sowie die Ranger Florian Baier und Andreas Maron jetzt bei einem gemeinsamen Kontrolleinsatz mit der Wasserschutzpolizei Scharnebeck festgestellt haben.

Erstmals waren sie dabei, gemeinsam mit den Beamten mit dem Polizeiboot auf der Elbe unterwegs und nahmen das Naturschutzgebiet so vom Wasser aus in den Blick. „Für uns war das ein neuer Blick, zu erkennen, was man alles nur von der Wasserseite aus sieht“, sagt Andreas Maron. Denn viele Angelstellen sind so im Gebüsch verborgen, dass die Rangerinnen und Ranger sie vom Land aus kaum oder erst erkennen, wenn sie direkt davor stehen. Ein weiterer Vorteil: „Man kann gleich die ganze Uferkante auf einmal überblicken – wie eine Art Inhaltsverzeichnis“, berichtet Maron.

Gleichzeitig ging es der Tour ums Kennenlernen, um kurze Wege und darum, bei künftigen Einsätzen zu wissen, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Denn normalerweise setzen die Rangerinnen und Ranger zunächst auf das Gespräch. Sie sprechen die Menschen an, erklären die Regeln und erläutern, warum diese für den Schutz von Tieren und Pflanzen notwendig sind. Oft funktioniert das. „Viele sind einsichtig – oder einige tun wenigstens einsichtig“, sagt Baier mit einem Lächeln. Es gebe aber auch andere Reaktionen: Manche Besucherinnen und Besucher fühlen sich im Recht, wollen von Verboten nichts wissen oder reagieren auf eine Ansprache gereizt und aggressiv. „Besonders bei größeren Gruppen kann die Stimmung kippen, erst recht, wenn Alkohol im Spiel ist“, so Maron.

Die Kontrolle der Angelplätze war der Schwerpunkt bei dem gemeinsamen Termin. Dabei geht es nicht darum, die Angler an der Elbe grundsätzlich zu vertreiben: Angeln ist auch im Naturschutzgebiet nicht verboten. Und das wird gern genutzt. „Wir haben besonders viele Angler aus Nordrhein-Westfalen. Die kamen auch schon an die Elbe, als der Rhein noch Wasser hatte.“

Doch auch beim Angeln gelten Regeln – und vor allem das Gebot, Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Einen Angelplatz mit der Säge herzurichten, gehört ganz sicher nicht dazu. Ebenso wenig dürfen die Uferbereiche zum Campingplatz werden. „Da ist dann manchmal schon eine halbe Zeltstadt aufgebaut – mit Tisch, Stühlen und allem, was dazugehört“, erzählt Baier. Manche fahren dafür mit dem Auto auch über den Deich und das geschützte Wiesenvorland bis ans Wasser.

Auch Feuerstellen entdecken die Rangerinnen und Ranger immer wieder. Gerade das bereitet ihnen Sorgen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich“, sagt Baier. Vielen sei gar nicht bewusst, welches Risiko sie damit eingehen. Die Angler glaubten, sie könnten die Flammen beherrschen. Ein Irrglaube: „Das Buschwerk ist so trocken, man kann gar nicht so schnell gucken, wie das Feuer fängt.“

Die Landschaftswacht gibt es seit knapp drei Jahren. Die Rangerinnen und Ranger Astrid Seidler, Carina Peters, Florian Baier und Andreas Maron sind Ansprechpartner für die Besucherinnen und Besucher – und ahnden die Verstöße gegen die Regeln zum Schutz von Tieren und Pflanzen notfalls auch mit Bußgeldern. Damit stellt sich der Landkreis Harburg den Herausforderungen durch zunehmende Besucherzahlen und Beschwerden. „Die Resonanz aus der Bevölkerung ist sehr positiv“, sagt Niels Vollmers von der Abteilung Umwelt.

Die Landschaftswacht ist aber nicht nur in der Elbeniederung und an der Tideelbe unterwegs, sondern auch in der Unteren Seeveniederung, im Büsenbachtal, am Brunsberg, an Este, Seeve und Luhe sowie in der Wulmstorfer Heide – und das zu den unterschiedlichsten Zeiten, auch abends und am Wochenende – eben immer dann, wenn auch mit vielen Menschen zu rechnen ist. „Der Einsatz ist abhängig vom Wetter und den Besucherzahlen“, verdeutlicht Vollmers.

Die Erfahrung, dass Regeln nicht überall auf Begeisterung stoßen, machen die Rangerinnen und Ranger nicht nur an der Elbe. In der Heide ist es vor allem die Anleinpflicht für Hunde, die immer wieder für Diskussionen sorgt. In Naturschutzgebieten gilt sie ganzjährig – nicht nur während der Brut- und Setzzeit. Trotzdem stöbern Hunde abseits der Wege durchs Gelände, manche Halter haben nicht einmal eine Leine dabei.

Doch nicht nur die Hunde verlassen die Wege. Auch Menschen zieht es auf der Suche nach dem schönsten Foto mitten hinein in empfindliche Bereiche. Immer wieder stoßen die Rangerinnen und Ranger beispielsweise auf Brautpaare, die sich in der blühenden Heide ablichten lassen wollen. „Oft ist den Menschen gar nicht klar, wie sehr das Tiere und Pflanzen stört und was das für einen Schaden anrichtet“, sagt Baier. „Und vom Weg aus kann man genauso schöne Fotos machen“, rät Astrid Seidler.

Dabei verstoßen die Besucherinnen und Besucher nicht immer bewusst gegen die Naturschutzregeln: Oft ist es nach Beobachtungen der Landschaftswachtmitarbeiter auch Unkenntnis. Eine wichtige Aufgabe der Ranger ist deshalb auch die Kommunikation, die Informations- und Aufklärungsarbeit in den Schutzgebieten: Es geht ums Erklären, Zusammenhänge deutlich machen, um Sensibilität für den Naturschutz und Verständnis dafür schaffen, warum ein Naturschutzgebiet eben andere Regeln hat als der eigene Garten oder ein Stadtpark.

(Landkreis Harburg/tw).

Redakteur:

Tamara Westphal aus Buchholz

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