"Beat-Club"-Moderatorin Uschi Nerke-Petersen feiert 75. Geburtstag

Gute Freunde: "Mrs. Beat-Club" Uschi Nerke und "Mr. Hit" Albert Hammond bei einem Treffen in Buchholz
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"Die Show hat mir viel gegeben" / Große Stars als Freunde

   ce. Maschen."Ba bau, uuuuuuuuuuuu, ba bara ba ba bau": Diese Melodie war der "Weckruf" für alle, die ab den 1960er Jahren in Deutschland Teenager waren und ihre Liebe zu Rock- und Pop entdeckten. Es war das Intro zur TV-Kultsendung "Beat-Club" (https://www.youtube.com/watch?v=YUVeKIQulOE), die 1965 erstmals über die Bildschirme flimmerte - und von Uschi Nerke-Petersen aus Maschen moderiert wurde, die am 14. Januar ihren 75. Geburtstag feiert.
Zum "Beat-Club" von Radio Bremen kam Uschi Nerke-Petersen, die seinerzeit Architektur studierte und als Architektin arbeitete, durch eine Empfehlung der inzwischen verstorbenen Show-Legende Rudi Carrell. "Ich hatte mit Musik bis dahin beruflich nichts am Hut. Aber 'Beat-Club'-Regisseur Mike Leckebusch hat mich hervorragend eingewiesen, und so lernte ich schnell alles, was ich wissen musste", erinnert sich Uschi Nerke-Petersen beim Besuch des WOCHENBLATT-Reporters.
Der Erfolg der Show vom Start weg habe sie und Leckebusch "umgehauen". Und für die damals heranwachsenden Zuschauer habe der "Beat-Club" Entwicklungshilfe geleistet: "Er machte die jungen Leute freier. Durch die progressiven bis ausgefallenen Texte und Rhythmen wurden sie angespornt, auch im eigenen Verhalten und in ihren Ausdrucksformen mutiger zu werden."
Noch heute bedanken sich wildfremde Menschen auf der Straße bei Uschi Nerke-Petersen für den "Beat-Club", der bis 1972 lief, und für die Nachfolgesendung "Musikladen", die sie danach bis 1978 mit ihrem Kollegen Manfred Sexauer ("ein sehr angenehmer Kerl") moderierte. "Die Shows haben auch mir sehr viel gegeben. Ich durfte viele tolle Musiker kennenlernen, von denen einige - wie Albert Hammond, Graham Bonney, Suzie Quattro oder Mungo Jerry - zu Freunden wurden", blickt Nerke-Petersen dankbar zurück. "Jimi Hendrix ließ auf der Bühne die Sau raus. Aber sobald der Auftritt vorbei war, war er der wohlerzogenste und höflichste Mensch, den man sich nur denken kann", erinnert sie sich. Die Bee Gees seien ebenfalls "wahnsinnig nett" gewesen. Uschi Nerke-Petersen stand den Stars auch schweren Zeiten zur Seite, wie etwa dem Sänger Dave Dee (mit dem sie einige "Beat-Club"-Ausgaben moderierte), als dieser an Krebs erkrankte.
Die TV-Sendungen und ihre parallel laufende, erfolgreiche Tätigkeit als Architektin bekam sie "mit viel Arbeit inklusive Nachtschichten am Schreibtisch gut unter einen Hut".
Bis 2013 moderierte Nerke-Petersen bei Radio Bremen Eins die Rundfunk-Variante des "Beat-Club". Seit vergangenem Jahr ist sie wieder in nostalgischer Musik-Mission bundesweit unterwegs mit dem Duo "Flower Power Men". "Zwei Stimmen, zwei Gitarren - mehr brauchen diese tollen Jungs nicht", schwärmt sie. "Und ich erzähle dazu aus goldenen Club-Zeiten."
Ihren 75. Geburtstag feiert Uschi Nerke-Petersen gemeinsam mit Ehemann Günther Petersen, mit dem sie seit rund 30 Jahren verheiratet ist, ihrer Familie und vielen prominenten Freunden. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Sänger Peter Petrel, der ihr Trauzeuge war, Radio-Kultmoderator Carlo von Tiedemann sowie Uli und Susi Salm von der Band "Rudolf Rock und die Schocker". Für die Zukunft hat die Jubilarin nur einen Wunsch: "Ich möchte noch möglichst lange aktiv und gesund bleiben!"
• Über ihre persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen an "40 Jahre mein Beat-Club" hat Uschi Nerke-Petersen das gleichnamige Buch (ISBN 3-923696-99-X) geschrieben. Mehr Infos auch unter www.rainerschindler.de/the-flower-power-men (Stichwort "Flower-Beat").

Gute Freunde: "Mrs. Beat-Club" Uschi Nerke und "Mr. Hit" Albert Hammond bei einem Treffen in Buchholz
Wand voller Star-Porträts und Erinnerungen: Uschi Nerke-Petersen vor einem "Beat-Club"-Plakat und Bildern, die unter anderem der mit ihr befreundete, inzwischen verstorbene Maler Kurt Schulzke schuf  Foto: ce

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