Großübung in Pattensen
Wenn auf der Autobahn jede Sekunde zählt
- Schweres Gerät im Einsatz: Schonende Patientenrettung aus dem auf dem Dach liegenden Unfallwagen
- Foto: Feuerwehr Winsen
- hochgeladen von Jan Filter
Ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen – dieses Szenario war jetzt in Winsen glücklicherweise nur eine Übung. Um für den Ernstfall, gerade auf der A39, bestens gerüstet zu sein, trainierten die Feuerwehren aus Pattensen, Winsen und Scharmbeck gemeinsam die technische Rettung.
Die angenommene Lage hatte es in sich: Ein Lastwagen und zwei Autos waren kollidiert. Ein Pkw hatte sich unter den Lkw-Anhänger geschoben, eine Person saß im Wrack fest. Das zweite Auto lag nach einem Überschlag auf dem Dach. Die Retter aus Pattensen und Winsen mussten die Unfallopfer schonend mit hydraulischem Rettungsgerät befreien.
Neben dem Trainieren der Rettung an sich stand aber hierbei auch die Sicherheit im Fokus. Denn gerade bei Einsätzen auf Autobahnen ist eine weitreichende und gute Absicherung der Unfallstelle sowohl für Unfallopfer wie für die Feuerwehrleute und ihren Einsatz überlebenswichtig. Diesen Teil der Übung übernahm die Feuerwehr Scharmbeck. Sie kümmerte sich zudem um die Betreuung der ansprechbaren Verunfallten.
Um die Abläufe so realistisch wie möglich zu gestalten, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Das Personal der drei Ortswehren wurde dabei jedoch bewusst gemischt, um wehrübergreifnd eine reibungslose Zusammenarbeit unter Stress zu üben. Gerade bei komplexen Unfällen muss unbedingt jeder Handgriff sitzen. Das macht die Arbeit in wehrübergreifend Teams zu einer Herausforderung - stärkt aber die Schlagkraft bei Einsätzen enorm.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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