Investitionen in die Infrastruktur
Winsen baut für die Zukunft
- Foto: Jan Filter
- hochgeladen von Jan Filter
Die Stadt Winsen nimmt massiv Geld für die lokale Infrastruktur in die Hand. In seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsausschuss Bauaufträge im Millionenwert vergeben, um unter anderem den Neubau des Jugendzentrums am Schloßring und die Erneuerung der Kanalisation zu finanzieren. Zudem fließen knapp zwei Millionen Euro von den Stadtwerken in die Stadtkasse.
Das größte Einzelprojekt der aktuellen Vergaberunde betrifft das Abwassernetz. Für rund 1,26 Millionen Euro erneuert eine Spezialfirma aus Lüneburg die Druckrohrleitung im Laßrönner Weg. Zwischen dem städtischen Bauhof und der Kläranlage wird die alte, schadensanfällige Asbestzement-Leitung durch ein modernes Doppelrohrsystem ersetzt.
Ebenfalls voran geht es beim Neubau des Jugendzentrums am Schloßring. Der Ausschuss vergab drei wesentliche Bauaufträge im Gesamtwert von über 1,1 Millionen Euro. Neben Hamburger Bauunternehmen für Erd- und Rohbauarbeiten sicherte sich auch die Seevetaler Firma Menard den Zuschlag für die Spezialtiefbauarbeiten.
Um bei weiteren städtischen Bauprojekten keine wertvolle Zeit und vor allem keine Fördergelder zu verlieren, übertrug die Politik dem Bürgermeister in drei Fällen direkte Vergabe-Vollmachten. Konkret betrifft dies den Ausbau des Neulandsweges für das neue Feuerwehrhaus in Borstel, die landschaftliche Aufwertung des Fischteichs in Scharmbeck sowie die Weiterführung des Projekts „Grüne Inseln“.
Doch es ging in der Sitzung nicht nur um Ausgaben. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Winsen GmbH 2025 weist einen starken Überschuss von über 2,6 Millionen Euro aus. Davon werden auf Beschluss des Verwaltungsausschusses 1,95 Millionen Euro direkt an die Stadt als Alleingesellschafterin abgeführt.
Deutlich knapper fallen die Mittel hingegen für die Kulturschaffenden aus. Der städtische Fördertopf ist bereits fast leer. Von den ursprünglichen 15.000 Euro Kulturförderung waren zum Stichtag am 1. August nur noch 1.650 Euro übrig. Da noch drei größere Anträge auf dem Tisch lagen, hat der Ausschuss pragmatisch entschieden: Der verbliebene Betrag wird nun nach dem Verhältnis der beantragten Summen anteilig unter den Antragstellern aufgeteilt.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.