Dunkle Wolken über der Stadthalle Winsen
Griechische Betreiber Familie Kourkoutidou gerät zwischen Interessengruppen.
- Stadthalle Winsen Streitthema seit Jahrzenten.
- Foto: Rüdiger Störtebecker, KI bearbeitet
- hochgeladen von Rüdiger Störtebecker
Nachdem es in Winsen im Moment wohl nichts Neues gibt, wurde wieder ein Thema aus der Versenkung geholt, die Stadthalle Winsen, ein Reizthema und seit Jahrzehnten Streitpunkt in Winsen.
Meine Oma würde sagen, Eintopf wärmt man auf und er schmeckt besser. Aber alte Geschichten sind Schnee von gestern.
Anfang des Jahres wurden die Pächter der Stadthalle, die Familie Kourkoutidou, wegen angeblicher Reinigungsmängel im Backestage - Bereich der Stadthalle angegriffen..
Federführend war Frau Schäfer von den Grünen und die zweite Vorsitzende vom Verein " Konzert in Winsen" Frau Golly. Nachzulesen in meinem Bericht: "Stadthalle Winsen, was ist da los ?" vom 28.02.26.
Nachdem alle Vorwürfe entkräftet und tatsächlich vorhandene Mängel beseitigt wurden geht es jetzt in die zweite Runde. Wieder einmal sind die Opfer die griechische Familie Kourkoutidou, die seit 12 Jahren Pächter der Stadthalle sind.
Diesmal griff Frau Schäfer die Pächterin persönlich an. Ihre Aufgabe, die Halle zum kulturellen Mittelpunkt Winsens zu machen, sei in keiner Weise gewährleistet. Laut Auskunft der Pächterin sei dies auch nicht ihre vertragliche Verpflichtung. Frau Schäfer beabsichtigt, den Kulturbetrieb vom Gastronomiebetrieb zu trennen und die bestehenden Pachtverträge diesbezüglich "anzupassen". Bisher sind in Deutschland Verträge gültig bis zum Vertragende und das ist erst in einigen Jahren.Doch der Pächterin ein fehlendes Kulturkonzept anzulasten ist mehr als fragwürdig.
In einem persönlichen Gespräch mit der Pächterin versuchte ich zu ergründen, was an diesen Vorwürfen dran ist. Meine Anfrage war wiedereinmal das einzige Gespräch mit ihr. Niemand sonst hat eine Klärung vor Ort gesucht. Genau so war es auch Anfang des Jahres als kein Journalist die Hauptpersonen zu den Vorwürfen befragte. Die Pächterin ist alleinige Entscheiderin, wer die Stadthalle mieten kann. Laut ihrer Aussage ist das fehlende Kulturprogramm nicht ihr Versagen da sie dafür auch nicht zuständig ist.
Der Kulturverein hat sich bisher um die kulturellen Angebote gekümmert und diese Informationen anfangs jedes Jahres den Pächtern übermittelt und mögliche Termine abgestimmt. In diesem Jahr gab es nur eine geplante Veranstaltung, die aber wegen Erkrankung des Künstlers abgesagt wurde.
Viele Veranstaltungen finden jetzt im Marstall statt obwohl diese auch für die Stadthalle als kulturelle Bereicherung Winsens möglich wären. Warum?? Böse ist wer Böses denk.
Nach Aussage der Pächterin wird der Saal cirka 120 mal im Jahr gebucht. Ob von Parteien, von Vereinen, oder auch für Familienfeiern u.s.w.. Die Auslastung ist gewährleistet.
Warum der kulturelle Bereich da zu kurz kommt ? Den Schuh müssen sich andere anziehen.
Veranstaltungen werden nicht an die Stadthalle vergeben und in den Marstall verlagert. Aber dann zu bemängeln, dass das Kulturprogramm in der Stadthalle fehlt, ist schon seltsam. Was steht hinter dieser Taktik? Wer soll hier vorgeführt werden?
Wer Schuldige sucht beim Thema Stadthalle, sollte dann aber Roß und Reiter benennen. Aber nicht schon wieder Probleme auf dem Rücken der Familie Kourkoutidou austragen.
Diese Familie hat ihre Heimat in Deuschland gefunden, sie zahlen ihre Steuern, schaffen Arbeitsplätze und haben sich integriert. Sie haben Besseres verdient.
Leserreporter:Rüdiger Störtebecker aus Winsen |
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