"Kirchplatz ist der Top-Standort"

Nicht immer war der Weihnachtsmarkt so gut besucht 
wie auf diesem Bild Foto: bs
  • Nicht immer war der Weihnachtsmarkt so gut besucht
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WOCHENBLATT-Leser äußern sich zur Zukunft des Winsener Weihnachtsmarktes

thl. Winsen. Wenn es in Winsen künftig weiterhin einen Weihnachtsmarkt gibt, dann soll dieser auf dem Kirchvorplatz stattfinden. Dafür sprechen sich zahlreiche WOCHENBLATT-Leser aus.
"Soll Winsen künftig auf einen Weihnachtsmarkt verzichten?", "Wer soll ihn ausrichten?" - Diese Fragen stellte das WOCHENBLATT und bekam zahlreiche Antworten, in denen auch Kritik am bisherigen Markt geübt wurde. Ein paar Auszüge:
Gitte Queiß: "Es dürfte doch nicht so schwer sein mit wenig Aufwand, schönem Schmuck an Buden und Bäumchen und Weihnachtsmusik, ohne Rockband eine weihnachtliche Stimmung herzustellen. Das gab es doch einmal. Für solche Aufgaben ist ja die City Marketing zuständig und erhält auch Geld dafür, aber die haben keine Lust."
Alexander Quickert: "Es kann doch nicht sein, dass eine Stadt wie Winsen nicht hin bringt, was jedes Dorf rundherum schafft: Einen gemütlichen Weihnachtsmarkt für eine besinnliche Adventszeit. Um mehr geht es doch nicht."

"Die Atmosphäre war auch
ohne Winter eiskalt

"

Rüdiger Störtebecker: "Die Atmosphäre auf dem Schlossplatz war eiskalt, auch ohne Winter. Ein Gefühl, dass dieser Markt die Weihnachtszeit einläuten soll, gleich Null. Die Idee, den Platz zwischen Weißen Ross und Kirche in eine Weihnachtsidylle zu verwandeln, finde ich super. Alleine die Umrahmung durch die Häuser bringt schon 'Wärme'. Dann paar Holzbuden, die nur Dinge verkaufen dürfen mit Bezug zu Weihnachten. Paar Tannenbäume rund herum. Ein Kinderkarussell, was notfalls auch die Stadt bezahlt. Auch könnten vielleicht Nachwuchskünstler neben Profis mitgestalten. Wobei die Stadt auch mal auf Standgebühren verzichtet oder zumindest senkt. Es muss nicht immer ein finanzieller Gewinn für die Stadt dabei rauskommen. Zufriedene Winsener und glückliche Kinderaugen sind ein viel größerer Gewinn."
Sandy Frahnert: "Einen Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz zu organisieren, ist eine tolle Idee. Jedes Jahr trennen sich die Wege von Gruppen. Wer geht zum Schlossplatz, wer zum Weißen Ross? So würden alle wieder zusammenkommen."
Stefanie Reimann: "Der Kirchenvorplatz oder der Platz um die Kirche herum, bietet sich eher an als der Schlossplatz. Mit einer toll beleuchteten Kirche könnte man das stimmungsvoll gestalten. Und um Stimmungen geht es beim Weihnachtsmarkt."

"Auch das Konzept sollte
man überdenken"

Gaby Pedersen: "Der Kirchplatz wäre bestimmt ein vernünftiger Platz. Auch sollte man mal das Konzept überdenken. Also auch die Länge des Weihnachtsmarktes und vor allem die 'Angebote' und die Deko. Sowas Liebloses wie dieses Jahr gab es ja lange nicht."
Bernd Wagner: "Der Markt kann nicht funktionieren, weil: Eine Eisbahn aus Plastik mit einem Zelt, das eher an ein Dorffest in den 1980er Jahren erinnert, als an einen Weihnachtmarkt. Mit Eisstockschießen, dass kaum jemanden interessiert und was dann auch noch als 'Tradition' verkauft werden soll. Eine Bühne, auf der teure Künstler auftreten. Braucht man das auf einem Weihnachtsmarkt?? Viel zu wenig Buden, die zum Verweilen einladen. Möglicherweise auch, weil die Standmiete viel zu hoch ist. Der Markt ist versteckt auf dem Schlossplatz, in der Dunkelheit ohne Anbindung zur Innenstadt. Und eigentlich ist Winsen auch viel zu klein für einen Markt, der zehn Tage dauert."
Annegret Jorczik: "Mit der zentralen Lage an der Kirche würde der Anreiz für neue Budenbetreiber wesentlich größer sein (das hat ja auch schon die Verlegung des Wochenmarktes in die Fußgängerzone gezeigt). Darüber hinaus müssten örtliche Kunsthandwerker viel direkter 'angeworben' werden. Ein attraktives Angebot wäre sicherlich auch ein 'Buden-Sharing', was heißt: Eine Bude wird von mehreren Ausstellern mit wechselndem Angebot betrieben. Auch dieses Verfahren wäre für Weihnachtsmarktbesucher ein Anreiz den Markt mehrfach zu besuchen."

"Buden-Sharing wäre ein
Anreiz für mehr Betreiber"

Klar ist für die Leser auch, dass die Stadt die Organisation übernehmen und sich dabei Fachleute in einer Planungsgruppe ins Boot holen soll. Neben Tomas Stana, dem Inhaber des Weißen Ross', gibt es noch zahlreiche weitere Interessierte, die sich an einer Organisation beteiligen würden. Und viele Winsener vermissen den mittelalterlichen Markt, den es vor Jahren gab.

"City Marketing wollte das
Mittelalter nicht mehr"

Dazu Veranstalterin Britta Kolb: "Die Marktvagabunden, die hier aus der Gegend kommen und auch im Sommer das mittelalterliche Schloss-Spektakel mit Keltic Summer Night veranstalten, hatten drei Jahre einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Schlosspark und Schloss-Innenhof ausgerichtet. Das wurde sehr sehr gut angenommen. Leider war das dann seitens der City Marketing nicht mehr gewünscht. Sehr schade. Die Veranstaltung hat sehr viele Menschen auch aus dem Umland gezogen. Kein Wunder. Wo hat man hier in der Gegend schon so ein schönes Ambiente mit Schloss, Kirche und Marstall? Wir verstehen bis heute nicht, warum das nicht fortgeführt wurde. Ich bin mir sicher, wir hätten mittlerweile einen über die Stadtgrenze hinaus bekannten wunderschönen Weihnachtsmarkt, der sich etabliert hätte und wachsen würde. Aber warum sollte man nicht einfach nochmal neu damit starten?"

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