Ungewöhnliche Bepflanzungs-Aktion
Schüler gestalten fünf Baumscheiben in Winsens Innenstadt neu
- Zunächst mussten die Pflanzen anhand der Pflanz-Pläne der Schüler platziert werden
- Foto: Stadt Winsen
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Wer in diesen Tagen aufmerksam durch die Winsener Innenstadt geht, dem ist es schon aufgefallen, dass sich an den Baumscheiben auf dem Kirchplatz etwas verändert hat. Erst vor Kurzem mussten dort fünf Lindenbäume weichen, da sie krank und nicht mehr standsicher waren. Gemeinsam mit der Johann-Peter-Eckermann-Realschule und dem Gymnasium Winsen hat die Stadt nun die leeren Baumscheiben neu bepflanzt. Rund 3.000 Euro investiert die Stadt in die Pflanzung von 290 Stauden und 450 Zwiebelpflanzen.
Damit die Flächen bald wieder erblühen, hat die Stadt in einem Workshop mit den Schulen überlegt, welche Pflanzen für den belebten Standort mit seiner besonderen Lage geeignet sind. Dabei ging es nicht nur um das Aussehen, sondern auch um ökologische Funktionen: Die neuen Pflanzen sollen Insekten Nahrung bieten, den Boden bedecken, Hitze und Trockenheit trotzen und das Stadtbild verschönern. Anschließend entwickelten die Schüler in kleinen Teams eigene Bepflanzungspläne, die jetzt umgesetzt werden.
Zunächst wurde vor wenigen Tagen der Boden vorbereitet: Die rund ein Meter dicke Schicht aus Sägespänen, die nach dem Fräsen der alten Baumstubben verblieben ist, wurde ausgetauscht. Dann setzten die Schüler ihre Planung in die Tat um. Zum Einsatz gekommen sind robuste und insektenfreundliche Pflanzen wie der violett blühende Ziersalbei der Sorte "Caradonna", der mit seinem duftenden Nektar besonders Wildbienen anzieht, oder der Storchschnabel "Rozanne", der den ganzen Sommer über blüht und wertvolle Nahrung für Schmetterlinge bietet. Ergänzt werden sie durch standhafte Rispenhirsen wie "Heavy Metal", deren Samen Vögeln im Winter als Futter dienen, sowie durch Prärielilien, die im Frühjahr mit ihren blauen Blüten die ersten Bienen des Jahres anlocken.
„Das Projekt zeigt, wie Stadtbegrünung und Umweltbildung Hand in Hand gehen können“, erklärt Anika Förster aus der Abteilung Landschaftsarchitektur der Stadt Winsen. „Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Pflanzflächen ökologisch sinnvoll gestaltet – und verschönern dabei ihre eigene Stadt.“
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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