Landkreis Harburg
Kreisumlage - Kommunen fordern dauerhafte Entlastung
Die Erhöhung der Kreisumlage hat in den Vorjahren für viel Ärger in den Kommunen gesorgt. Diese war erst Ende 2025 um fünf Prozentpunkte angehoben worden (das WOCHENBLATT berichtete).
In der Sitzung des Kreisfinanzausschusses am Montag, 14. September 2026, um 15 Uhr im Sitzungssaal des Kreishauses in Winsen geht es erneut um die Kreisumlage. Und die steigt nun offenbar nicht so stark wie befürchtet. Denn der Landkreis Harburg rechnet für das Haushaltsjahr 2026 aktuell mit einer Verbesserung des Jahresergebnisses um rund 13,1 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Planansatz. Daher soll die Pflichtabgabe der Städte und Gemeinden an den Landkreis nun lediglich um zwei statt der bisher geplanten fünf Punkte auf 50,5 Prozent steigen, sodass rund 13 Millionen Euro in den Kassen der Kommunen bleiben.
Nichtsdestotrotz hält sich die Begeisterung in den Kommunen in Grenzen, wie den Anfang August eingegangenen Stellungnahmen zu entnehmen ist. Denn die Kommunalvertreter wünschen sich wegen inflationsbedingter Kostensteigerungen, stagnierender Steuereinnahmen und hoher Investitionsbedarfe eine dauerhafte Absenkung der Kreisumlage. Ohne eine langfristige Reduzierung sei in den Kommunalhaushalten auch in den Folgejahren mit teils hohen Defiziten zu rechnen.
Allerdings: Auch bei Reduzierung der Kreisumlage würde der Landkreis im Ergebnis zum Jahresende bei dem zum Zeitpunkt der Haushaltsaufstellung geplanten Fehlbetrag von rund 7,6 Millionen Euro unverändert bleiben.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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