"Semicoolon Project" startet in Region
Mit Kreativität den Kranken helfen

Wollen auch mit kunstvoll bedruckten T-Shirts Flagge zeigen und psychische Erkrankungen enttabuisieren: Sven Krawitz und Maike Beckmann vom "Semicoolon Project"
  • Wollen auch mit kunstvoll bedruckten T-Shirts Flagge zeigen und psychische Erkrankungen enttabuisieren: Sven Krawitz und Maike Beckmann vom "Semicoolon Project"
  • Foto: Krawitz
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Winsen/Radbruch. Die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen wie "Mutruf" oder "Krass vor Ort", die akut und präventiv psychisch kranken Menschen helfen - das wollen Sven Krawitz (45) aus Radbruch bei Winsen und die gleichaltrige Lüneburgerin Maike Beckmann mit ihrem am Samstag, 20. Juni, startenden "Semicoolon Project".
Hinter dem Projekt steckt der Herzenswunsch von Sven Krawitz, der selbst seit Jahren an psychischen Erkrankungen leidet, Licht in dieses in der Gesellschaft oft noch tabuisierte Thema zu bringen. "Trotz aller Niederlagen und bitteren Erfahrungen wollte ich den Blick nach vorne nicht verlieren und mich von der Krankheit nicht lähmen lassen", erklärt Krawitz gegenüber dem WOCHENBLATT. "Ich will das Thema nicht totschweigen, sondern Flagge zeigen."
Das Semikolon stehe - so Krawitz - für viele Betroffene, aber auch für Familienangehörige, Freunde und Unterstützer, für Hoffnung und Lebensfreude. Die Semikolon-Bewegung habe 2013 in Amerika durch Charlee Chandler und Mathew Wills begonnen, die dazu schreiben: "Ein Semikolon repräsentiert einen Satz, den der Autor beenden könnte, aber sich dazu entschieden hat, es nicht zu tun. Dieser Autor bist Du - und der Satz ist Dein Leben."
Sven Krawitz' Idee ist es, das Semikolon als Kunst zu gestalten, auf T-Shirts zu drucken und somit ein sichtbares Zeichen zu setzen. Bei einem seiner Lifstyle-Lounge-Podcast-Interviews lernte er die Kunsttherapeutin und Künstlerin Maike Beckmann kennen, die sich auch für den Lüneburger Verein "Krass vor Ort" engagiert. Gemeinsam entwickelten sie das "Semicoolon Project". Es soll neben einem Shop für bedruckte Kunst-Shirts, Karten und andere Kreationen ein Forum für alle Interessierten werden, um anderen Mut zu machen. "Das Ziel ist ein offener Umgang mit der Erkrankung, Unterstützung und das wertvolle Gefühl, nicht mit den Sorgen allein zu sein", so Krawitz und Beckmann. "Einen Beinbruch kann jeder sehen, man bekommt Hilfe und Verständnis. Ist jedoch die Seele krank, wird man oft schief angeschaut, hat das Gefühl, nicht richtig zu sein."
• Mehr Infos gibt es ab 20. Juni unter www.semicoolonproject.de, www.instagram.com/semicoolonproject, www.facebook.com/semicoolonproject und info@semicoolonproject.de.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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