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Kirchenkreis-Jugendwartin hat jetzt eine volle Stelle

Stellten das Konzept vor: der Kirchenkreis-Jugendkonvent mit Kreisjugendwartin Lena Schäfer (hi., Mi.), dem Kirchenkreistags-Vorsitzenden Hermann-Poppe (hi., li.), Berufsschul-Pastorin Miriam Valerius (li.) und Jugendlichen Foto: Kirchenkreis Winsen

Kirchenkreistag beschließt neues Nachwuchsarbeits-Konzept

ce. Winsen/Handorf. Ein neues Konzept für die Jugendarbeit im Kirchenkreis Winsen hat der Kirchenkreistag jetzt in seiner Sitzung in Handorf beschlossen. Als Folge wurde auch die Stelle der Kreisjugendwartin, die derzeit von Lena Schäfer bekleidet wird, im Umfang von 100 Prozent dauerhaft in den Stellenrahmenplan aufgenommen. Zuletzt war dieser Posten als dreijährige Projektstelle geführt worden. Damit fand eine jahrelange Diskussion um dieses Thema erstmal ein Ende.
Der Kreisjugendkonvent und Jugendwartin Lena Schäfer hatten zuvor sehr intensiv an dem Konzept gearbeitet - unter anderem mit der Methode "Lego-Serious-Play".
In dem siebenseitigen Konzeptpapier sind klar und übersichtlich die Rolle der Kreisjugendwartin und die Aufgaben des Kreisjugendkonventes beschrieben. Ziel ist in allen Punkten die Förderung der Jugendarbeit in den Gemeinden, weil Heranwachsende dort in erster Linie Kirche und gute Gemeinschaft erleben.
Darüber hinaus leistet der Kreisjugenddienst die Aufgaben, mit denen Gemeinden überfordert wären. Dazu gehören beispielsweise die jährliche Gruppenleiterschulung, die Fahrten zum Kirchentag und zum Landesjugendcamp sowie das Angebot von Kirchenkreis-Jugendtreffen.
Vor dem Beschluss des Kirchenkreistages hatte sich der Kirchenkreisvorstand einhellig für das Konzept ausgesprochen. Kreistagsvorsitzender Hermann Poppe dankte den Jugendlichen für die selbstbewusste, abwechslungsreiche und begeisternde Präsentation. "Auch wenn wir finanziell nicht so weit in die Zukunft schauen können, befürwortet der Ausschuss eine Anhebung der Stelle von 50 auf 100 Prozent im Stellenplan", so Katja Stachnow, stellvertretende Vorsitzende des KKT-Stellenplanungsausschusses. Persönlich freue sie sich darüber, dass Jugendliche aus den unterschiedlichen Gemeinden gemeinsam auf dem Weg seien.
Mitfinanziert wird die Stelle auch von der Kirchenkreisstiftung "Kirche mit Zukunft". "Das Stiftungskuratorium hat sich zum Ziel gesetzt, die Stelle weiter zu unterstützen, und wird neben Kapitalerlösen auch Spendenmittel direkt dafür einsetzen", erklärte der Vize-Vorsitzende Wilfried Scherwinsky.
• Weitere Beschlüsse: Der Kirchenkreis wird zukünftig Orgel-Stipendien vergeben. In der Vergangenheit habe es Engpässe beim Orgeldienst in einigen Gemeinden gegeben. Darum fördert der Kirchenkreis jetzt Orgelunterricht mit bis zu 35 Euro pro Unterrichtsstunde. In den Genuss eines solchen Stipendiums kommen maximal acht Orgelschüler in den nächsten zwei Jahren. Danach soll erst einmal Bilanz gezogen werden. Weitere Auskünfte erteilt Kreiskantor Reinhard Gräler.
• Finanziell stehe der Kirchenkreis Winsen solide da, so Finanzausschuss-Vorsitzender Peter Rosczyk. Es sei keine Rücklagen-Entnahme notwendig.
• Superintendent Christian Berndt wird künftig auf einer Kirchenkreispfarrstelle geführt und gehört nicht mehr zum Team von St. Marien in Winsen. Er wird aber weiterhin dort predigen.