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Samtgemeinde Salzhausen berät über Sicherheit am Kiessee Vierhöfen

Auch wenn die Suche der Feuerwehr nach einer angeblich im Kiessee ertrunkenen Person ergebnislos blieb, ist hier mehr Sicherheit nötig Foto: Mathias Wille

"Eine nachhaltige Lösung ist das Ziel"

ce. Vierhöfen. Chaotische Parkzustände und eine große Unfallgefahr beim Baden herrschten auch in der langsam zu Ende gehenden diesjährigen Saison am und im Kiessee in Vierhöfen. Der See befindet sich auf dem Gelände des Bauunternehmens Manzke mit Sitz bei Lüneburg. Offiziell ist das Betreten des Terrains verboten. Kürzlich wurden - wenige Wochen nach einem Badeunfall - Polizei und Feuerwehr alarmiert, weil im See angeblich eine Person untergegangen war. Die Suche blieb jedoch ergebnislos, woraus man schloss, dass es sich wahrscheinlich um einen Irrtum handelte.
Fakt ist dagegen, dass viele Badegäste mit Pkw und Motorrädern Halteverbote ignorieren und ihre Fahrzeuge wild abstellen. Die Samtgemeinde Salzhausen schickte das Ordnungsamt, um die betreffenden Autos mit Parkkrallen am Wegfahren zu hindern. Das Amt wies darauf hin, dass die Polizei beim Entfernen der Krallen "behilflich" sei. Zudem wurden rund 1.700 Strafzettel verteilt - knapp dreimal so viel wie im vergangenen Jahr.
Auch dies war der Grund, weshalb Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause und Ordnungsamtsleiter Hermann Pott jetzt alle Beteiligten zu einem "Krisengipfel" einluden. Mit dabei: der Fischerei-Sportverein Hoopte-Winsen als Pächter des Kiessees zu Angelzwecken, die Interessengemeinschaft (IG) Kiessee Vierhöfen, Vierhöfens Bürgermeister Eberhard Leopold, Salzhausens Polizeichef Michael Stolze und Detlef Gumz von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg.
"Wir sind uns darin einig, dass wir spätesten zum Sommer 2019 eine nachhaltige Lösung des Verkehrsproblems finden wollen", berichtete Wolfgang Krause nach dem Treffen auf WOCHENBLATT-Anfrage. Als Badeaufsicht würden sich schon jetzt die Mitglieder der IG engagieren, und das Ordnungsamt kontrolliere die Parksituation. Ob beispielsweise Absperrungen oder Einzäunungen des Sees gegen "ungebetene" Besucher möglich sind, ist noch offen. "Wir werden in weiteren Gesprächsrunden darüber beraten, welche konkreten Maßnahmen wir in 2019 umsetzen können. Das müssen wir im Gemeinderat auch bezüglich der Bauleitplanung bzw. mit des Planungsrechts abstimmen", so Krause.