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Landkreis Stade genehmigt Sandabbau in Hammah

Der Damm an der Rotschlammdeponie wird mit Sand aus der Umgebung laufend erhöht (Foto: tp)

Gemeinde will alternative Transporttrasse über Feldwege

tp. Hammah. Per Planfeststellungsbeschluss hat der Landkreis Stade als Genehmigungsbehörde jetzt den umstrittenen Sandabbau des Industriebetriebes Aluminium Oxid Stade (AOS) nahe des Hammaher Sees auf dem Gebiet der Gemeinde Hammah gestattet.

Damit hat AOS die Genehmigung, an der Kreisstraße K3 nördlich von Hammah Sand abzubauen. Der Sand wird zur laufenden Erhöhung des Deiche der AOS-Rotschlammdeponie bei Bützfleth benötigt. Das neue Abbau-Areal ist 32 Hektar groß, die eigentliche Sandabbaufläche beträgt 23,6 Hektar. Über maximal 15 Jahre sollen dort 1,4 Millionen Kubikmeter Sand gefördert werden.

Die Genehmigung ist laut dem Kreis-Pressesprecher Christian Schmidt allerdings noch nicht rechtskräftig. Die entsprechenden Planunterlagen liegen noch bis Montag, 5. Dezember, im Rathaus in Himmelpforten für jedermann zur Einsicht und zur kritischen Stellungnnahme aus. Gegner können gegen das Vorhaben noch Klage erheben. Einwendungen hat u.a. die Gemeinde Hammah. Mit dem weiteren Vorgehen müsse sich nun der neue Rat auf politischer Ebene befassen, sagt Gemeindedirektor Holger Falcke.

Ein weiteres Verfahren zum Sandtransport läuft: Die Gemeinde Hammah setzt sich für einen alternativen Transportweg ein. Während AOS den Schwerlastverkehr über die Kreisstraßen K3 und K80 leiten will, setzt sich die Kommune für eine neu zu bauende und von der AOS zu finanzierende Trasse über Feldwege ein. Holger Falcke steht in Verhandlungen mit der AOS. Dort sei man mit der "betriebswirtschaftlichen Betrachtung" des Wegebaus beschäftigt. Die Gemeinde wolle und könne dafür nicht aufkommen.

Im Vorfeld hatte es massive Proteste von Anwohner an der K80 in Groß Sterneberg gegen den Schwerlastverkehr gegeben.