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"Hier geht es doch nur ums Geld"

Auf dem Feld stapeln sich die Stämme aus dem Wald bei Tötensen

Anwohner in Tötensen ärgern sich über Abholzungen am Woxdorfer Weg / Forst: "Normale Waldwirtschaft"

mi. Tötensen. Die Tötensener sorgen sich um ein Waldstück am Woxdorfer Weg, am östlichen Ortsrand. Der Grund sind Abholzungen, die dort durch die Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg im Auftrag des Waldeigentümers durchgeführt werden.
Das Ergebnis der Holzarbeiten ist deutlich zu erkennen: Auf einem angrenzenden Feld stapeln sich die Stämme verschiedener Baumarten darunter Buchen und Eichen, der Wald ist licht geworden, sogar die Gebäude des angrenzenden Krankenhauses Ginsterhofes sind zu erkennen. Und die Fällungen scheinen noch nicht beendet, viele weitere Bäume tragen Markierungen.
"Es wird schon seit Januar gefällt, was das Zeug hält. Das Landschaftsbild ist hier über Jahre zerstört, ärgert sich ein Anwohner. Seine Vermutung es geht ums Geld! Schließlich schieße der Holzpreis gerade kräftig in die Höhe. Besonders verärgert, ist man in Tötensen über das Verhalten der Behörden. "Dort wird man nicht ernst genommen, keinen scheint zu interessieren, was hier mit dem Wald passiert", so der Tenor vieler Anwohner.
Bei der verantwortlichen Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg versteht man den Ärger nicht. Der Wald, vor allem Privatwald, sei auch ein Wirtschaftsraum, so Torben Homm, Chef der Forstbetriebsgemeinschaft Jesteburg. Deutlich widerspricht Homm den Vorwürfen, am Woxdorfer Weg finde "Kahlschlag" statt. Er erklärt: In dem Wald sei mehr als zehn Jahre nichts gemacht worden. Daher könne für Außenstehende der Eindruck entstehen, es würde besonders viel gefällt. "Es handelt sich bei den Arbeiten um normale forstwirtschaftliche Nutzung, viele Bäume waren schlecht gewachsen, die werden jetzt entfernt", so der Förster. Außerdem drohten einige Bäume auf den Zaun des angrenzenden Ginsterhofes zu stürzten. Wie viele Bäume der Säge zum Opfer fallen, konnte Homm nicht beziffern. Er stellte allerdings eine eventuelle Aufforstung des Waldes in Aussicht. Für viele Tötensener wohl nur ein schwacher Trost, schließlich dauert es Jahrzehnte, bis aus den Setzlingen wieder große Bäume gewachsen sind.