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"Wir wollen mehr Geld"

Stoßen mit echtem Heidewasser an (v. li.): Heiner Schönecke, André Bock und Dr. Hans-Heinrich Aldag (alle CDU)

Neuer Vorstoß in Sachen Heidewasser / Hamburg Wasser signalisiert Gesprächsbereitschaft

kb. Hanstedt. Seit Jahren beschäftigt die Diskussion um die Wasserförderung in der Heide durch die Hamburger Wasserwerke die Politiker im Niedersächsischen Landtag und im Landkreis Harburg. "Es ist an der Zeit, dass das jetzt geregelt wird", fordert Heiner Schönecke, Landtagsabgeordneter der CDU. Mit einem Vorstoß will er jetzt noch einmal Schwung in die Debatte bringen. Die Idee der CDU: Hamburg Wasser und das Land Niedersachsen sollen jährlich jeweils 800.000 Euro in eine Art Fond einzahlen, aus dem Ausgleichsmaßnahmen für die Grundwasserbildung in der Heide finanziert werden sollen. Über die Vergabe der Mittel würde ein Verteilungsgremium entscheiden, das mit Vertretern von Hamburg Wasser, dem Landkreis Harburg und dem Land Niedersachsen besetzt wäre. Verschiedene Verbände, von der Wasserförderung betroffene Städte und Gemeinden sowie Vereine und die Mitglieder der Verteilungsgremiums könnten Vorschläge einbringen, wo das Geld investiert werden soll. Mit einem entsprechenden Schreiben wandte Schönecke sich jetzt per Brief an Hamburg Wasser, den Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel, die Hamburger Senatorin Jutta Blankau und Landrat Joachim Bordt.
"Wir wollen das mehr Geld als bisher in den Grundwasserschutz investiert wird, um den Bestand für die kommenden Generationen zu bewahren", so Schönecke. Seine Kritik: Von den rund 1,5 Mio. Euro, die aus dem Landkreis Harburg jährlich an Wasserentnahmegebühren ("Wassercent") an das Land Niedersachsen fließen, geht lediglich knapp die Hälfte zurück in den Kreis. "Das ist zu wenig", sagt Schönecke. Besonders Hamburg Wasser mache mit den im Landkreis geförderten Mengen - rund 15 Mio. Kubikmeter pro Jahr - erhebliche Gewinne. "Da wäre es nur legitim, wenn wir davon etwas zurückbekommen", so der CDU-Politiker.
Immerhin: Hamburg Wasser signalisiert eine grundsätzliche Bereitschaft zur Idee eines Fonds. "Wir sind bei entsprechenden Rahmenbedingungen bereit, über die Wasserentnahmegebühr hinaus weitere Mittel in die Heide zu lenken", so Michael Beckereit, Vorstandsvorsitzender Hamburg Wasser, im Antwortschreiben an Schönecke. Entsprechende Gespräche würden in den kommenden Monaten geführt. Außerdem sei denkbar, dass Hamburg Wasser gezielt Projekte zum Grundwasserschutz in der Heide unterstützt.
Eine neue Diskussion über Entnahmemengen wollen Schönecke und seine Parteikollegen nicht anstoßen. "So viel wie nötig, so wenig sie möglich - das ist weiterhin die Devise", so Schönecke.