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Die ersten 400.000 Euro für Hahle

Mit Förderbescheid (vorne v. li.): Bürgermeisterin Silvia Nieber und Landesbeauftragte Jutta Schiecke sowie (hi. v. li) Ratsherr Kai Holm, Sigrun van Bernem aus dem Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung, Planungschef Uwe Schönherr, die Ratsleute Hermann Krusemark und Barbara Zurek sowie der Landtagsabgeordnete Kai Seefried

Landesbeauftragte Jutta Schiecke überreicht Förderbescheid für Städtebauförderung

tp. Hahle. Nachkriegs-Wohnhäuser dicht an dicht, dazwischen Brachen, kaputte Straßen, leerstehende Läden und eine schlechte Anbindung an die City: Der Stader Stadtteil Hahle herrscht Modernisierungsstau. Nun können die Planer mit dem Facelift des Quartiers beginnen: „Mit der Sanierung kan begonnen werden“, sagte Jutta Schiecke, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung aus Lüneburg, und überreichte jüngst den Bescheid über die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes an Bürgermeisterin Silvia Nieber.
Damit beginnt eine mehrjährige Phase der städtebaulichen Erneuerung in dem 15 Hektar große Sanierungsgebiet mit Schwerpunkt im Zentrum von Hahle, die auf drei Millionen Euro angelegt ist. Zwei Drittel tragen Bund und Land, den Rest übernimmt die Stadt.
Die Bescheid-Übergabe fand in der „Gläsernen Baustelle“ am Hahler Weg 30b statt, die Landesbeauftragte Schiecke als i-Tüpfelchen des Viertes bezeichnete, hat die Stadt ein typisches Einfamilien-Reihenhaus aus dem Jahr 1955 fachgerecht und modellhaft renoviert (das WOCHENBLATT berichtete). Eigentümern und Investoren wird dort demonstriert, wie sie mit vertretbarem Aufwand ältere Häuser modernisieren können. „Stade leistet hier einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betonte Schiecke.
Die Stadt ließ für Hahle ein integriertes Quartierskonzept erstellen. Hierfür und für die Umsetzung durch einen Sanierungsmanager gab es eine hohe Förderung der "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW). „Die Städtebauförderung und die Förderung der energetischen Sanierung werden hier vorbildlich kombiniert“, so die Landesbeauftragte.
Die Sanierung soll u.a. der drohenden Verödung des zentralen Versorgungsbereichs am südlichen Lerchenweg entgegenwirken. Geplant ist, die Quartierseingänge zur Bundessstraße 73 und zur Bremervörder Straße - möglicherweise mit Kreiseln - neu zu gestalten. Weitere Sanierungsziele sind die barrierefreie Umgestaltung von von Straßen und Plätzen, Fuß- und Radwegen sowie die Nutzung brach liegender Flächen. Ebenso ist die Modernisierung und Erweiterung des Gemeinbedarfszentrums geplant. Der Begegnungspark soll aufgewertet werden.
Mit der energetischen Sanierung schließt sich die Stadt dem Bundesziel an, bis 2050 möglichst viele Siedlungen in einen Klima-neutralen Zustand zu bringen. Bürgermeisterin Nieber rechnet mit privaten Investitionen in erheblichem Umfang durch Eigenheimbesitzer und das genossenschaftliche Wohnungsbauunternehmen „Wohnstätte“.
• www.stadt-stade.info