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"Finstere Angelegenheit" für Bewohner des Neubaugebietes in Stade

Anwohner aus dem Neubaugebiet Riensförde fordern die Verbesserung de röffentlichen Beleuchtung an der Harsefelder Straße

Rad- und Fußweg in Riensförde "potentiell unfallträchtig und bedrohlich"

tp. Stade. Über Mängel an der Infrastruktur an der Harsefelder Straße (L124) in Stade klagen Bürger aus dem benachbarten Neubaugebiet Riensförde. Insbesondere kritisieren die Anwohner die fehlende Straßenbeleuchtung. Das WOCHENBLATT hakte bei der Stadtverwaltung nach.

Die Riensförder verständigten zudem den SPD-Fraktions-Chef im Rat und Kreistagsabgeordneten Kai Holm. Er will sich für eine Verbesserung der Beleuchtungssituation auf dem Abschnitt zwischen der Unterführung der Bundesstraße B73 bis zum Kreisverkehr Riensförde stark machen.

Viele der rund 2.000 Neubürger nutzen die Harsefelder Straße, um mit dem Rad oder zu Fuß - oft mit Kinderwagen-, in die Stadt, zur Schule oder zur Arbeit zu kommen. Zudem liegt an der Strecke eine Bushaltestelle. Doch seit Einbruch der dunklen Jahreszeit trauen sich viele nicht mehr, den Weg zu benutzen, warnen vor Sturzgefahr auf dem mit nassem Laub bedeckten Belag.

„Hat die Stadt den Weg bei der Planung des Baugebiets vergessen?“, fragen Anna und Roman Brese. Die Eheleute sowie ihre Kinder Alina und Dominik und Großvater Peter Leifried meiden den Radweg im Dunkeln.

Als „potenziell unfallträchtig und bedrohlich“ stuft Kai Holm die Verhältnisse ein. Er hat Verständnis für die Beschwerden: „Ein Nahversorger, Seniorenheim, Betreutes Wohnen stehen im Angebot. Leider lässt die Anbindung an das Stadtgebiet in Bezug auf Beleuchtung noch Wünsche offen. Eine Frage, die sich vor Entwicklung des Baugebietes nicht vorrangig stellte, nun aber rasant an Bedeutung gewinnt.“ In der „sehr finsteren Angelegenheit“ wandte sich Holm mit an die Stadtverwaltung.

Bürgermeisterin Silvia Nieber verweist darauf, dass die Zuständigkeit für die Landesstraße L124 beim Landkreis liege. „Daher sprechen wir mit der Behörde, inwieweit wir dort Straßenbeleuchtung installieren dürfen und beabsichtigen, eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.“ Zeitgleich habe die Stadt einen Kostenvoranschlag abgefordert, um die erforderlichen Haushaltsmittel für 2017 einzuplanen. Einer Realisierung im Jahr 2017 stehe vorbehaltlich des Abschlusses der Vereinbarung nichts im Wege.

Anwohner nennen weitere Verbesserungsvorschläge von der Tempo-Drosselung über die Einrichtung eines Zebrastreifens bis zur Verlängerung der Beleuchtungsphasen in dem mit Straßenlaternen sonst gut ausgestatteten Neubaugebiet. Hinsichtlich der unbeleuchteten Bushaltestelle will sich Kai Holm an die KVG wenden.