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Hölzerne Heilige gerettet

Drei Heilige als Giebelzier

Drei historische Figuren am Stader Altstadthaus an der Bäckerstraße für 13.000 Euro aufwändig restauriert

tp. Stade. Nun strahlen sie wieder stolz und stark: die drei kunstvollen Holzfiguren am Giebel des schönen Altstadthauses an der Bäckerstraße 21 in Stade aus dem 16. Jahrhundert. Wie berichtet, waren die schmucken hölzernen Konsolen, sogenannte Knaggen, marode. Denkmalschützer zogen wegen des schlechten Zustands sogar einen Ersatz durch Repliken in Erwägung. Doch letztendlich konnten die Figuren, die die Heiligen David mit Harfe, Petrus mit Schlüssel und Martin mit rotem Umhang darstellen, von einem Restaurator gerettet werden.

Durch eine wissenschaftliche Holzuntersuchung wurde die Entstehung der Knaggen von einem Fachbüro auf den Zeitraum um 1527 datiert. Aufgrund ihrer ähnlichen künstlerischen Ausführung gehen Experten davon aus, dass die Figuren aus derselben Werkstatt stammen.

"Die Rückseiten der Knaggen sind durchnummeriert. Vermutlich waren ursprünglich noch mehr Figuren vorhanden", sagt Sebastian Herzog vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Stade.

Der Zustand der Kaggen war u.a. durch eine falsche Behandlung sehr schlecht. Durch die Verwendung falscher Materialien wie Zement bei Ausbesserungen, konstruktive Fehler sowie die Verwendung von Lacken konnte Feuchtigkeit in das Holz gelange. Die kleinen Kunstwerke waren morsch und modrig. Nach umfangreichen konservatorischen Maßnahmen entschied die Denkmalpflege, die Knaggen als Originale wieder fachmännisch anzubringen.

Aufgrund der herausragenden Bedeutung der Figuren für die historische Innenstadt stellte das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege für die Restaurierung der drei Heiligenfiguren 7.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt selbst steuerte ca. 6.000 Euro bei.