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Bessere Radwege oben auf der Wunschliste

Vorstellung der Ergebnisses der Bürgerdialogs im Rathaus vor knapp drei Dutzend Besuchern: Die Resonanz war eher verhalten

Erster Bürgerdialog zum Thema Verkehr ausgewertet / Verhaltenes Interesse an Präsentation im Rathaus

tp. Stade. Eine solide Verkehrsinfrastruktur für Pendler, Fahrradtouristen und Besucher der Innenstadt ist Basis des Industrie- und Wirtschaftsstandortes Stade. Nach dem ersten Bürgerdialog, einer rund 10.000 Euro teuren Online-Befragung der Stadt Stade in Kooperation mit der Privaten Fachhochschule Göttingen (PFH) am Campus Stade unter 702 Freiwilligen, ermittelten Experten ein Bündel von Maßnahmen. Oben auf der Agenda steht die Optimierung des städtischen Radwege-Netzes.

Die Ergebnisse der Online-Erhebung zum Verkehr und Mobilität unter der Regie des Hochschulprofessors Dr. Julian Voss stellten dessen Mitarbeiterinnen Annika Schweighöfer und Jana Wendt vor. Bürgermeisterin Silvia Nieber moderierte. Das Interesse an der Präsentation am Donnerstag im Königsmarcksaal des Rathauses war mit knapp drei Dutzend Zuhörern eher verhalten.

Annika Schweighöfer skizzierte die wichtigsten Maßnahmen, die die Wissenschaftler aus den Umfrageergebnissen entwickelten. Im Mittelpunkt standen Verbesserungen der Fahrrad-Infrastruktur. Ein großer Anteil der Befragten wünschte sich mehr Fahrradständer im Stadtgebiet, eine sichere Wegeführung für Radler an Kreuzungen und Einmündungen und einen allgemeinen Ausbau des Radwegenetzes.

Weiter verlangten die Teilnehmer des Bürgerdialogs mehrheitlich mehr Pkw-Parkplätze in der Innenstadt, eine optimierte Ampelschaltung für besseren Verkehrsfluss sowie eine Verbesserung der S-Bahn-Anbindung und mehr Plätze in Bussen zu Stoßzeiten.

Unter den wenigen, aber interessierten Gästen entwickelte sich eine angeregte Diskussion, bei der weitere Forderungen laut wurden, wie: stärkere Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung bei der Verkehrsplanung, Verringerung des Schwerlastverkehrs auf der Bremervörder Straße, mehr grüne Abbiegepfeile an Ampeln und Fahrradständer in Parkhäusern.

Die Ratsmitglieder Dr. Barbara Zurek (CDU) und Oliver Kellmer (SPD) äußerten sich sehr zufrieden über den Abschluss der ersten Runde des Bürgerdialogs, den sie maßgeblich mit angeschoben hatten. Die Wünsche der Bürger müssten nun in den Fraktionen diskutiert werden, damit zeitnah entsprechende Maßnahmen beschlossen werden könnten. Die Politiker wiesen darauf hin, dass zu diesem Zweck extra erhebliche Mittel in den laufenden Haushalt eingestellt wurden.
An der Befragung nahmen überwiegend Senioren teil. Rund die Hälfte der Teilnehmer war älter als 50 Jahre. Die PFH will für kommende Erhebungen gezielt Jüngere gewinnen. Für ein repräsentatives Bevölkerungsabbild wird eine Teilnehmergröße von rund 1.000 angestrebt.

Auf Betreiben der CDU soll sich einer der nächsten Bürgerdialoge mit dem Thema "gefühlte Sicherheit" befassen. Der Verwaltungsausschuss muss dem noch zustimmen.

http://www.buergerdialog-stade.de.