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Der jüngste Rat der Stader Stadtgeschichte

Zehntklässler als Ratsleute: Einige echte Politiker saßen im Zuschauerraum (hi.)

Von wegen, Politikverdrossenheit der Jugend! Spannende Show-Sitzung der Integrierten Gesamtschule IGS

tp. Stade. Erst kürzlich titelte das WOCHENBLATT: "Die Stader Politik geht am Stock". Angesichts des hohen Durchschnittsalters im Stadtrat von rund 58 Jahren sprachen selbst führende Lokalpolitiker von einer drohenden „Überalterung“ und „echten Nachwuchssorgen“. Nun die positive Überraschung: Am Montag tagte im historischen Rathaus der wohl jüngste Rat der Stadtgeschichte.

In einer Show-Sitzung zum Finale des Planspiels "Ohne Jugend ist kein Staat zu machen" der Friedrich-Ebert-Stiftung lieferten sich die drei Fraktionen des 15-köpfige Gremiums angeregte Diskussionen zu verlängerten Wochenend-Öffnungszeiten der Jugendfreizeitstätte Alter Schlachthof, zu einem Fußballfeld-Bau auf dem Gelände des Freibades am "Solemio" oder zu einer Radwege-Sanierung in Stadersand. Wenngleich einige Anträge abschmetterten, ermutigte Hans Blank, der als echter Ratsvorsitzender die Sitzung leitete, die jungen Volksvertreter: "Nicht verzagen. Auf zu neuen Ufern."

Auch Bürgermeisterin Silvia Nieber war dabei und beantwortete Anfragen an die Verwaltung, etwa zum Stromverbrauch von Straßenlaternen und zum Planungsstand auf dem Ex-Hertie-Gelände.

Die Jugend bringe spannende Themen auf den Tisch, lobten altgediente Ratspolitiker wie Karin Münz, Kai Holm, Monika Ziebarth, Carsten Brokelmann und Hans-Jürgen Nicolai, die die Sitzung ihrer potenziellen Nachfolger als Zuschauer verfolgten, unisono. Übrigens: Alle Stader Parteien suchen Nachwuchskandidaten für die Kommunalwahl im September.