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"Parken auf Bürgersteigen ist eine Unsitte"

Platzmangel an der engen Bungenstraße in der Altstadt Fotos: tp

Auch die AG Barrierefreies Stade kritisiert Zustand an der Bungenstraße

tp. Stade. In der anhaltenden Diskussion um mangelnde Verkehrssicherheit an der engen und viel befahrenen Bungenstraße in der Stader Altstadt meldet sich nun auch Wilfried Vagts, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK in Stade, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft (AG) Barrierefreies Stade, zu Wort. Erneut fordert er von der Verwaltung vehement, bei der Stadtplanung die Belange von Senioren und gehbehinderten Menschen stärker zu berücksichtigen.

Nachdem SPD-Ratsherr Bernd Pensing wegen wiederholter Bürger-Beschwerden die Verwaltungsspitze drängte, sich intensiver um eine Entlastung der durch Falschparker und Beinahe-Unfälle geprägten Situation zu bemühen (das WOCHENBLATT berichtete), kritisiert nun auch Wilfried Vagts die "Unsitte" des illegalen Parkens auf dem Gehweg.

Überdies bemängelt er die baulichen Gegebenheiten in weiteren Teilen in der Altstadt, z.B. in der benachbarten Kehdinger Straße und Hinterm Hagedorn mit ihren zum Zweck der Regenentwässerung schräg errichteten, "alpinen" Bürgersteigen: Vagts spricht von einer "unerträglichen Situation" für Rollator-Nutzer oder Eltern mit Kinderwagen. Entsprechende Hinweise der AG Barrierefreies Stade im Vorfeld von Bürgersteg-Erneuerungen in der Altstadt habe die Stadt offenbar nicht ausreichend berücksichtigt.

In diesem Zusammenhang erinnert Vagts an den eigentlichen Zweck der Wege: "Wie schon aus der Artikelbezeichnung 'Fußwege' hervorgeht, sind diese für Fußgänger geschaffen und nicht als 'Park-Steige' gedacht."

Vagts weist zum Saisonbeginn der Außengastronomie zudem auf die störende Möblierung der Hudebrücke und Salzstraße mit Restauranttischen und -stühlen hin. "Es gibt also noch viel zu tun, packen wir es an."

Hinsichtlich der Falschparker auf Gehwegen verweist die Stadt erneut auf beinahe tägliche Verkehrskontrollen an der Bungenstraße. Die Stadt will an dieser Straße noch in diesem Jahr eine Verkehrsmessung durchführen. Zu den anderen von Vagts angesprochenen Kritikpunkten will sich Bürgermeisterin Silvia Nieber zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Vielzweck-Pavillon eine "hanseatische Peinlichkeit"

(tp). Stellvertretend für die in Stade lebenden Senioren und Menschen mit Handicap nimmt Wilfried Vagts nun auch Stellung zu dem neuen  im Bürgerpark. Der wegen seiner kubischen Form und seiner abgeschiedenen Lage in die Kritik geratene Neubau habe "den Charme einer öffentlichen Bedürfnisanstalt". Diese wäre dort dringend nach Vagts' Ansicht übrigens nötiger gewesen. Denn die öffentlichen Toiletten am benachhbarten Bahnhof befänden sich hygienisch "oft genug in einem unzumutbaren Zustand". Vagts spricht von einer. "Hanseatische Peinlichkeit"