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Stephan Weil findet uns super

Festredner Stephan Weil

Ministerpräsident findet lobende Worte auf IHK-Neujahrsempfang

sb. Stade. Bei der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum hat es Tradition, dass der neu gewählte niedersächsische Ministerpräsident auf dem Neujahrsempfang im Stadeum den Festvortrag hält. So ließ es sich auch Stephan Weil am Mittwoch nicht nehmen, Stade einen Besuch abzustatten. Vor über 900 Gästen lobte er die Leistungen der regionalen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Für das Jahr 2014 gelte es, diesen Erfolg "wetterfest zu machen". Das sei auch Aufgabe der Politik - "und diese Aufgabe nimmt die Landesregierung sehr ernst", so Weil.
Ausführlich beschäftigte sich der Ministerpräsident mit dem drohenden Fachkräftemangel. Der Fachkräftebedarf sei das vielleicht größte Risiko für ein weiteres Wachstum der niedersächsischen Wirtschaft. Dem gelte es mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu begegnen. Mittelfristig werde aufgrund des demografischen Wandels rund ein Fünftel weniger junge Leute auf den Arbeitsmarkt kommen. Schon heute erhalten ein Fünftel aller Schulabgänger im Anschluss keine qualifizierte Ausbildung. Und ein Fünftel aller Auszubildenden brechen ihre Lehre ohne Abschluss ab. "Das bedeutet ein vertanes Investment an Zeit, Kraft und Geld - für die jeweiligen jungen Menschen ebenso wie für die ausbildenden Unternehmen", betonte Weil. "Deshalb wollen wir gemeinsam mit der Ausbildungswirtschaft die berufliche Orientierung und die Ausbildungsqualität an den Schulen verbessern."
IHK-Präsident Lothar Geißler mahnte in seiner Ansprache die Landesregierung, die demografische Entwicklung im ländlichen Raum aufzufangen und eine Strukturförderung zu schaffen die die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort abbildet. Verdens Landrat Peter Bohlmann sprach vertretend für alle fünf Landkreise des IHK-Gebiets. Er betonte, das die wirtschaftliche Entwicklung der Region stark von einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur abhängt. Als Beispiele nannte er den Bau der Küstenautobahn, Bahntrassen und Fahrrinnenanpassung für die Binnenschifffahrt.
• Im Rahmen des IHK-Neujahrsempfangs wurde zum vierten Mal der Ikarus-Preis für herausragende Lehrer verliehen. Platz eins und damit Lehrer des Jahres ist Nils-Christian Schwarz vom Vincent-Lübeck-Gymnasium. Auf Platz zwei folgt Marion Blattner, BBS II in Stade, den dritten Platz belegt Julia Rutherford von der Grundschule Selsingen. Ein Sonderpreis ging an Andrea Wardin und Marion Meyer von der Janusz-Korczak-Förderschule in Zeven, die jeweils einen autistischen Jungen über seine Schulzeit hinweg begleitet und gefördert haben.