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250 Jahre Straßenbau

Manch Stau in der Metropolregion ließe sich wohl verhindern, wenn sich die Straßenbaubehörden besser abstimmten (Foto: archiv)
((mi). Mit einem Festakt in Hannover feierte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jetzt 250 Jahre staatlich organisierten Straßenbau.
George III., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover, war es, der 1764 den Straßenbau zur Chefsache erklärte. Er gründete die „Königlich-Churfürstliche-General-Wegbau-Intendance“, einen Vorgänger der heutigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „George III. hat vor 250 Jahren erkannt, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur für Wirtschaftswachstum ist, dafür können wir ihm immer noch dankbar sein“, so Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).
Heute werden in der Landesbehörde über 14.000 Kilometer Straßen verwaltet. Dafür stehen in vier Zentralen- und 13 Außenstellen insgesamt 3.200 Mitarbeiter zur Verfügung. Die Behörde sei damit für zukünftige Aufgaben gut gerüstet, befand ihr oberster Dienstherr Olaf Lies


Kommentar

Ein längst überfälliger Traditionsbruch
Herzlichen Glückwunsch staatlicher Straßenbau: Allerdings, so modern die Idee vor 250 Jahren war, so unmodern und bürgerfeindlich gebärdet sich die Straßenbaubehörde heute. Baustellen scheinen häufig in obrigkeitlicher Selbstvollkommenheit, man könnte auch sagen wie vor 250 Jahren, am grünen Tisch geplant zu werden. Rücksicht auf Pendler-Belange oder Abstimmung mit anderen Baumaßnahmen, z. B. in Hamburg - Fehlanzeige. Über Sperrungen und Umleitungen wird regelmäßig viel zu spät informiert. Zum Jubiläum hat Verkehrsminister Olaf Lies jetzt mehr Bürgernähe und Transparenz versprochen - ein überfälliger Traditionsbruch.