Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Selbstbewusstsein der Pflege stärken

Besuchte die Buchholzer Gesundheits- und Krankenpflegeschule: Staatssekretär Karl-Josef Laumann (Mitte) mit Schülern des zweiten Ausbildungsjahrgangs und (hintere Reihe v. li.) Pflegedienstleitung Volker Wiesch, Schulleiter Michael Dethloff, MdB Michael Grosse-Brömer und Geschäftsführer Norbert Böttcher (Foto: nf)

Karl-Josef Laumann, Pflegebeauftragter des Bundes, zu Gast im Krankenhaus Buchholz

(nf). „Zeigen Sie mehr Selbstbewusstsein. Sie haben allen Grund dazu. Denn die Pflegeausbildung ist hochanspruchsvoll, und ohne Pflege kann die Gesellschaft nicht leben“. Das sagte Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, den Schülern des zweiten Ausbildungsjahrgangs der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Krankenhäuser Buchholz und Winsen.
Laumann war auf Vermittlung des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, in das Buchholzer Krankenhaus gekommen. Im Gespräch mit der Geschäftsführung tauschte er sich über die Rahmenbedingungen der Krankenhausarbeit aus, vor allem aber gehörte sein Ohr den 13 Krankenpflegeschülerinnen und einem Schüler.
„Ist Ihr Beruf so, wie Sie ihn sich vorstellen?“, fragte Laumann die jungen Leute. Was er zu hören bekam: Die Anforderungen im Beruf würden immer höher, doch Gehalt, Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen hielten nicht Schritt. Dennoch ist das Gros der Schüler in Buchholz und Winsen offenbar zufrieden. „Hier ist alles noch persönlich, hier gibt sich jeder Mühe“, brachte es die Krankenpflegeschülerin Nicky Zaugg auf den Punkt.
Auf dem Hintergrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels in der Pflege, den Angelika Hutsch, Pflegedienstleitung im Buchholzer Krankenhaus, eindringlich beschrieb, warnte Laumann vor der Auffassung, das Pflegeproblem lasse sich mit Fachkräften aus dem Ausland lösen. Diese seien nicht nur anders ausgebildet und zumeist höhere Gehälter gewohnt. „Pflege hat auch mit Sprache zu tun“, so Laumann. Und da gebe es häufig Schwierigkeiten.
Die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege sei keinesfalls Aufgabe der Bundesregierung, so der Staatssekretär weiter. Die Bundesregierung könne nur dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen eingehalten würden.
Gegenwärtig sei im Bereich der Pflege einiges in Bewegung und eine Veränderung der Ausbildungsordnung angedacht. Danach solle es eine pflegerische Grundausbildung für alle Bereiche geben, von der Kinderkrankenpflege über die Allgemeinpflege bis zur Altenpflege. Die Spezialisierung könne danach erfolgen. Festgehalten werden solle aber am dualen Ausbildungssystem und daran, dass auch Absolventen mit Mittlerer Reife in die Pflege gehen könnten.