Landkreis Stade
Feuerwehren spenden Equipment für ukrainische Einsatzkräfte

Verladung der Hilfsgüter beim Apenser Feuerwehrhaus (von links): Stellvertretender Gemeindebrandmeister Markus Haarhaus, Vasil und Walter Beck.
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  • Verladung der Hilfsgüter beim Apenser Feuerwehrhaus (von links): Stellvertretender Gemeindebrandmeister Markus Haarhaus, Vasil und Walter Beck.
  • Foto: Stiftung Hof Schlüter / Rachel Wahba
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sv/nw. Landkreis Stade. Feuerwehren aus dem Landkreis Stade unterstützen Einsatzkräfte im Kriegsgebiet in der Ukraine. Auf Initiative der Stiftung Hof Schlüter haben die Freiwilligen ausrangiertes Equipment zusammengestellt, das in Kürze in die umkämpfte Stadt Bila Zerkwa im Großraum Kiew transportiert werden soll. „Die Feuerwehrleute in der Ukraine leisten eine beeindruckende Arbeit unter unvorstellbaren Bedingungen. Ich bin sehr dankbar, dass wir sie mit Sachspenden aus dem Landkreis Stade dabei unterstützen können“, sagt Landrat Kai Seefried.

Seit mehr als 20 Jahren leistet die Lüneburger Stiftung Hof Schlüter in der Ukraine humanitäre Hilfe. Gezielt unterstützt die Stiftung soziale Einrichtungen, Krankenhäuser, Kinderheime und Familien in der Stadt Bila Zerkwa (230.000 Einwohner), rund 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew gelegen. Vor einigen Wochen schickten Feuerwehrleute aus Bila Zerkwa eine Liste mit Geräten und Ausrüstung, die dort dringend benötigt werden, um Kriegsopfer aus den Trümmern zu befreien, nach Deutschland. Auch Bila Zerkwa wurde von den russischen Truppen bombardiert.

Vertreter der Stiftung hatten sich hilfesuchend an den Stader Landrat Kai Seefried gewandt. Über Kreisbrandmeister Peter Winter ging der Aufruf an die Feuerwehren im Landkreis Stade. Die Resonanz war enorm: Einsatzjacken und -hosen, Helme, Stiefel, Handschuhe, spezielle Schutzanzüge, Gurte, Taschenlampen, Axt, Flex – die Liste von ausrangierten, aber noch einsatzfähigen Utensilien, die bereitgestellt wurden, ist lang. Vor wenigen Tagen haben Mitarbeiter der Stiftung Hof Schlüter die Spenden bei den Feuerwehrhäusern in Apensen und Düdenbüttel verladen. Die Einsatzkräfte hatten die Hilfsgüter bereits auf mehreren Paletten sortiert und für den Transport verpackt.

Vasil, ein Vertriebener aus der Ukraine, der mit Frau und einjähriger Tochter nach Lüneburg fliehen konnte und nun im Büro der Stiftung lebt, begleitete die Abholung. „Die Menschen in der Ukraine wissen das Engagement der Deutschen sehr zu schätzen“, sagt er. „Unsere Leute sind auf jede Hilfe angewiesen, um diesen Krieg gegen die russischen Truppen zu gewinnen. Die Feuerwehr-Ausrüstung hilft uns sehr bei der Bergung unserer Opfer, die unter den Trümmern begraben liegen.“

„Ich kann mich nur sehr beim Landkreis Stade für die unbürokratische Unterstützung und bei den Feuerwehren aus Apensen und Düdenbüttel für diese dringend benötigten Spenden bedanken“, erklärt Stiftungsvorstand André Novotny. „Je länger dieser Krieg andauert, umso wichtiger ist es, dass unser humanitäres Engagement für Bila Zerkwa und für die Ukraine insgesamt weiter geht.“ Die Stiftung sammle weiter technisches Gerät und Schutzausrüstung für die ukrainischen Feuerwehren.

Die Spenden werden mit dem nächsten Hilfstransport nach Bila Zerkwa geschickt. Die Stiftung ist inzwischen eine der letzten Organisationen, die Hilfsgüter noch direkt ins Kriegsgebiet transportiert. Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges am 24. Februar haben die Mitarbeiter der Stiftung 17 Lkw mit Hilfsgütern in die Ukraine gebracht.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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