Update: Razzia gegen Rechtsextreme

Das ist das Logo der Aktionsgruppe Nordheide, die der Buchholzer gegründet haben soll
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Buchholz. Bei der europaweiten Razzia der Bundesanwalt aus Karlsruhe am Mittwoch gegen Rechtsextreme wegen Gründung einer kriminelle Vereinigung, wurden die Ermittler auch bei zwei Adressen im Bereich Buchholz vorstellig (das WOCHENBLATT berichtete in seiner Online-Ausgabe).
Zum einen wurde die Wohnung eines 29-jährigen Ex-Soldaten durchsucht. Der mutmaßlich Rechtsradikale soll nach WOCHENBLATT-Informationen Gründer der "Aktionsgruppe Nordheide" sein. Laut Homepage handelt es sich bei der Gruppe um einen "Zusammenschluss aus mehreren jungen heimattreuen Deutschen, die aktiv gegen dieses System auf die Straße gehen werden". Zudem wird er mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe „Weiße Wölfe Terrorcrew/Hamburger Nationalkollektiv“ in Verbindung gebracht.
Auch die in Sprötze wohnende Freundin (23) des 29-Jährigen bekam Besuch von den Ermittlern. "Ich war gerade auf der Arbeit angekommen, als die Polizei mich anrief und nach Hause beordete", erzählt die bei der Verwaltung des Landkreises Harburg beschäftigte Fachangestellte. Dort wurde ihr ein Durchsuchungsbeschluss präsentiert. "Die Beamten haben Laptop, Datenträger und einen Elektroschocker sichergestellt und mitgenommen", erzählt die Mutter einer kleinen Tochter dem WOCHENBLATT. Sie selber habe auch zur Wache gemusst, wo sie verhört worden sei.
Auf Nachfrage bestätigt die 23-Jährige dem WOCHENBLATT, dass sie von der rechtsextremen Einstellung ihres Freundes und seinen "Tätigkeiten" innerhalb dieser Szene wisse. Ob sie selbst auch einer Nazi-Gruppierung angehört, darüber wollte die junge Frau keine Angaben machen.
Bei der Razzia wurden Wohnungen, Geschäftsräume und zwei Gefängniszellen von insgesamt sechs Männern in Norddeutschland, der Schweiz und in den Niederlanden durchsucht, weil sie ein rechtsextremistisches "Werwolf-Kommando" gegründet zu haben sollen.
Ziel der Vereinigung soll es laut Bundesanwaltschaft gewesen sein, das politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen. "Es besteht der Verdacht, dass sie zu diesem Zweck terroristische Gewalttaten verüben wollten", sagt Marcus Köhler, Sprecher des Generalbundesanwaltes. Konkrete Anschlagspläne seien aber bisher nicht bekannt. Letztendlich sei es deshalb auch nicht zu Festnahmen gekommen.

Mehr zu dem Thema unter: Razzia gegen Rechtsextreme

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