Kreisveterinäramt rät Tierhaltern zur Vorsicht
Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen
- Foto: Ed van duijn / Unsplash
- hochgeladen von Online Redaktion
Kein Grund zur Panik, aber zu erhöhter Sorgfalt und Vorsicht für die Halter von Hunden, Katzen und Hausschweinen sowie für die Jäger im Landkreis Harburg: So bewertet das Kreisveterinäramt die Lage, nachdem jetzt die Aujeszkysche Krankheit (AK) erstmals bei einem Wildschwein in der Region nachgewiesen wurde. Das Virus wurde bei der routinemäßigen Beprobung eines erlegten Wildschweins festgestellt. Zuvor hatte es bereits Fälle im Nachbarkreis Lüneburg gegeben. Menschen können sich nicht mit dem Aujeszky-Virus infizieren.
Die Aujeszkysche Krankheit ist eine weltweit vorkommende, hochansteckende Viruserkrankung, die viele Säugetierarten befällt. In der Regel sind Schweine der Hauptwirt und Überträger. Es gibt keine Impfung und keine Behandlungsmöglichkeit gegen das Virus. Als resistent gegen die AK gelten Primaten und pferdeartige Tiere. Für angesteckte Hunde, Katzen und andere Fleischfresser verläuft die AK dagegen in der Regel tödlich. Bisher war im Kreis Harburg kein AK-Fall festgestellt worden.
„Insbesondere Hundehalter sollten ihre Tiere auch außerhalb der während der Brut- und Setzzeit von 1. April bis 15. Juli geltenden Leinenpflicht in der freien Landschaft und im Wald an der Leine führen“, so Thorsten Völker, Leiter der Abteilung Migration, Ordnung und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung, zu der auch der Veterinärdienst gehört. Zudem sollten alle Hausschweinebetriebe die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Bestände vor einer Erkrankung sorgfältig beachten. Außerdem wird dringend empfohlen, dass Jäger keinen Wildschweinaufbruch an ihre Hunde oder andere Tiere verfüttern und ihre Hunde auch bei der Nachsuche an der langen Leine führen. Jäger sollten ihre Hunde keinen direkten Kontakt zu geschossenen Tieren haben lassen. Nur so kann verhindert werden, dass die Hunde mit dem Blut der Wildschweine in Berührung kommen und sich infizieren.
Weitere Infos sowie ein Merkblatt für Jäger zur AK bei Wildschweinen gibt es unter
www.laves.niedersachsen.de oder https://tierseucheninfo.niedersachsen.de (Stichwort jeweils "Aujeszkysche Krankheit". Für Fragen steht auch das Kreisveterinäramt (Tel. 04171- 693466, E-Mail an tiergesundheit@lkharburg.de) zur Verfügung.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.