Ein vermeidbares Chaos nach dem Orkan „Xaver“

Vergeblich warteten viele Schüler am Freitag auf den Bus
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Der Orkan „Xaver“ hat den Landkreis Harburg trotz zahlreicher übertriebener TV-Berichte verschont. Und dennoch sorgte der Sturm für Chaos - im Schulwesen. In der Kritik: die mäßige Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises. Eltern fühlten sich schlecht informiert, Schüler wurden von Busfahrern stehen gelassen und in den Klassenzimmern ließen sich die Teenager am Freitag von Hollywood-Filmen berieseln, statt Mathe zu pauken.

(mum). Obwohl schon Tage zuvor in den Medien vor „Xaver“ gewarnt worden war, zögerte der Landkreis bis Donnerstagnacht, um schließlich Schulausfall zu verordnen. Anstatt dann konsequent auch am Freitag die Schulen zu schließen, mussten Eltern bis zum frühen Morgen auf die Entscheidung warten. Alle benachbarten Landkreise und Städte hatten längst via Radio für klare Verhältnisse gesorgt. Als auch der Landkreis Harburg zu einem Ergebnis kam, die Schulen nicht schloss und darüber per Landkreis-Homepage informierte, hatten viele Eltern längst für sich beschlossen, ihre Kinder zu Hause zu lassen.
Und dann noch das: Schüler, die am Freitag zur Schule wollten, erlebten Unglaubliches. In Höckel an der B3 warteten Teenager vergeblich auf ihren Bus. In Trelde und Rade ließen Busfahrer Kinder an der Haltestelle stehen. Begründung: „Die Schule fällt heute aus. Geht nach Hause!“ Das sind nur drei
Beispiele.
„Insgesamt war das alles nicht optimal“, räumt Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald in der Nachbetrachtung ein. Seine späte, aber zutreffende Erkenntnis: „Die Schule hätte konsequenterweise an beiden Tagen ausfallen müssen.“
Gut zu wissen: Sollte die Schule wieder einmal ausfallen, so ist an allen Bildungseinrichtungen eine Betreuung gewährleistet. Allerdings müssen die Eltern selbst sehen, wie sie ihre Kinder zur Schule bringen. Der Schulbusverkehr wird dann nämlich eingestellt. Das ist gerade für die Eltern, die auf eine Betreuung angewiesen sind, weil sie rechtzeitig zur Arbeit müssen, besonders ärgerlich.
Das Orkan-Chaos hatte für Jungen und Mädchen, die am Freitag den Weg zur Schule antraten, auch etwas Positives: "So einen entspannten Schultag haben wir noch nie erlebt", sagten Schüler der IGS Buchholz. Da in vielen Klassen kaum mehr als die Hälfte der Schüler anwesend war, war an Unterricht offensichtlich kaum zu denken. Stattdessen wurden DVDs gezeigt. Ob darunter auch der Hollywood-Streifen "Der Sturm" war, ist allerdings nicht bestätigt.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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