36.000 Sekunden bis zum Weltuntergang
Großes Theater mit kleinen Mitteln am AEG
- Foto: Wiebke Wienberg
- hochgeladen von Albert-Einstein-Gymnasium
Was würden wir tun, wenn uns nur noch 36.000 Sekunden bis zum Weltuntergang blieben? Mit dieser ebenso einfachen wie faszinierenden Ausgangsfrage beschäftigte sich der Darstellendes-Spiel-Kurs des Albert-Einstein-Gymnasium in seiner Aufführung „36.000 Sekunden“ und nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die letzten Stunden einer Menschheit im Ausnahmezustand. Besonders beeindruckend war dabei die Inszenierung. Trotz zahlreicher dargestellter Orte gab es während der gesamten Aufführung keinen einzigen Bühnenbildumbau. Stattdessen entstanden die verschiedenen Schauplätze allein durch präzise Lichtgestaltung, stimmungsvolle Klänge und das engagierte Spiel der Darstellenden. Die Bühne verwandelte sich so immer wieder aufs Neue, ohne dass ihr Erscheinungsbild verändert werden musste. Gerade dieser Verzicht auf aufwendige Kulissenwechsel sorgte für einen durchgängigen Spielfluss und lenkte den Blick auf die zentrale Frage des Stücks: Wie reagieren Menschen, wenn die Zeit unaufhaltsam abläuft? Zwischen Hoffnung, Angst, Streit, Zusammenhalt und persönlichen Entscheidungen entstanden eindrucksvolle Szenen, die das Publikum zum Nachdenken anregten oder zum Lachen brachten. Die Schülerinnen und Schüler überzeugten mit großer Spielfreude und Präsenz und zeigten, dass wirkungsvolles Theater vor allem von Kreativität, Atmosphäre und starken Darstellerinnen und Darstellern lebt. Das Publikum dankte ihnen am Ende mit lang anhaltendem Applaus für einen bewegenden und zugleich beeindruckend reduzierten Theaterabend.
Leserreporter:Albert-Einstein-Gymnasium aus Buchholz |
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