Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Mit "Orange the World" Farbe bekennen

Bereiten die Aktion vor: (v.l.) Klaus Jentsch, Geschäftsführer, Brigitte Niemann-Rempe, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, und Brigitte Oboda, Gleichstellungsbeauftragte
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  • Bereiten die Aktion vor: (v.l.) Klaus Jentsch, Geschäftsführer, Brigitte Niemann-Rempe, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, und Brigitte Oboda, Gleichstellungsbeauftragte
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sv. Buchholz/Winsen. "Orange the World" - so lautet die UN-Kampagne, mit der am kommenden Mittwoch, 25. November, auf den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht werden soll und für die zum ersten Mal auch das Buchholzer Rathaus, das Buchholzer Jugendzentrum und die Jobcenter des Landkreises Harburg ihre Fenster orange leuchten lassen.
Gewalt hat viele Gesichter: Weltweit ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von sexualisierter Gewalt betroffen, auch in Deutschland. Kinder- und Zwangsehen gelten in einigen Ländern als normal.
Zur Bekämpfung der Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen organisieren Menschenrechtsorganisationen weltweit seit 1981 jährlich am 25. November Veranstaltungen. Im Jahr 1999 schloss sich auch die UN dem Aktionstag an. Im Rahmen ihrer Kampagne "Orange the World" leuchten nun jedes Jahr zahlreiche Gebäude auf der ganzen Welt ab dem 25. November 16 Tage lang orange.
Im letzten Jahr waren in Deutschland mehr als 700 Gebäude erleuchtet, darunter die Allianz-Arena in München, der Berliner Funkturm und der Düsseldorfer Landtag. In Leverkusen und Mönchengladbach fuhren Busse des öffentlichen Personenverkehrs in orange.
Dieses Jahr treibt besonders die Organisation Zonta den Aktionstag in Deutschland voran. Zonta ist ein internationaler Zusammenschluss berufstätiger Frauen, deren Ziel die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen in verschiedenen Bereichen ist. Dank ihnen beteiligen sich nun auch die Jobcenter des Landkreises Harburg an der Aktion. Fünf Gebäude der Jobcenter in Buchholz und Winsen lassen ihre Fenster mit Postern orange aufleuchten. Initiiert wurde die Teilnahme an der Aktion von Brigitte Niemann-Rempe, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, und Brigitte Oboda, Gleichstellungsbeauftragte. „Uns ist klar, dass die Aktion nicht so groß wie in anderen Städten ausfällt. Aber jedes Fenster ist ein Zeichen gegen Gewalt!“, finden Brigitte Oboda und Brigitte Niemann-Rempe.
Auch Jasmin Eisenhut, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Buchholz sagt: "Ziel ist es, ein sichtbares Zeichen zu setzen zur Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen."
Die Stadt Buchholz bekennt deshalb nicht nur Farbe, sie zeigt auch Flagge: Vor dem Rathaus an der Hamburger Straße wird vom 24. November bis zum 10. Dezember auch das Banner von Terre des Femmes mit dem Slogan „Frei leben ohne Gewalt“ wehen.
Infos zu der Aktion unter:
www.zonta-union.de/node/13965
www.buchholz.de/
www.jobcenter-lk-harburg.de
In Salzhausen wird anlässlich des Aktionstags ein Webinar zum Thema Zwangsverheiratung durchgeführt. Referentin ist die Soziologin Dr. Necla Kelek. Ihr virtueller Vortrag ist am Freitag, 27. November, um 18 Uhr zu sehen. Anmeldung bis Mittwoch, 25. November, bei der Gleichstellungsbeauftragten Astrid Warburg-Manthey per E-Mail an frauenrechte@gmx.de. Dort gibt es auch den Zugangslink.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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