Von Straßenfesten bis Vorträgen
Mobilitätswoche in Buchholz war voller Erfolg

Beim Straßenfest in der Hermann-Burgdorf-Straße übergab Mitorganisatorin Alexa Vetter (li.) den Hauptpreis des Quizzes, eine Jahresmitgliedschaft beim Carsharing-Projekt der Dorfstromer, an Susanne Wernicke, die den Preis für ihre Tochter Sarah entgegennahm | Foto: Stadt Buchholz
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  • Beim Straßenfest in der Hermann-Burgdorf-Straße übergab Mitorganisatorin Alexa Vetter (li.) den Hauptpreis des Quizzes, eine Jahresmitgliedschaft beim Carsharing-Projekt der Dorfstromer, an Susanne Wernicke, die den Preis für ihre Tochter Sarah entgegennahm
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Parking Day, Straßenfeste, Fußverkehrs-Check, Vortrag über die gesundheitlichen und sozialen Aspekte des Fußverkehrs, Diskussion über Rücksichtnahme im Straßenverkehr – die Europäische Mobilitätswoche in Buchholz fand wieder mit vielen interessanten Veranstaltungen statt. In diesem Jahr stand die Woche unter dem Motto „Mobilität für alle“. Maßgeblich gestaltet wurde die Woche von Mitgliedern des Klimateams Mobilität im Klimaforum Buchholz. Auch die Stadtwerke Buchholz beteiligten sich mit einer Bus-Rallye für Kita- und Schulkinder. Der Verein Buchholz fährt Rad, Polizei und Verkehrswacht organisierten eine Tempo-30-Aktion vor Buchholzer Schulen.

Einen Schwerpunkt bildete der Fußverkehr. Nachdem sich Buchholz erfolgreich um den sogenannten Fußverkehrs-Check des Landes Niedersachsen beworben hatte, fand im Rahmen der Mobilitätswoche eine Begehung durch die Innenstadt statt. Die etwa 20 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Klimateams im Buchholzer Klimaforum ermittelten unter Anleitung von Niklas Engelhardt vom Fachbüro Planersocietät aus Hamburg verschiedene Stellen, an denen die Infrastruktur für den Fußverkehr verbessert werden kann. Deutlich wurde, dass der Fußverkehr nicht losgelöst von anderen Verkehrsformen betrachtet werden kann. Die Teilnehmer betonten, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten sei.

Einen bemerkenswerten Vortrag hielt Angelika Schlansky vom Verein Fuß e.V. Sie verdeutlichte, wie wichtig das Zu-Fuß-Gehen aus gesundheitlichen, aber auch sozialen Aspekten sei. Sie plädierte dafür, mit Kindern wieder deutlich mehr zu spazieren, anstatt sie überall hin zu transportieren – sei es mit dem Fahrrad oder dem Auto. Die Wichtigkeit des Gehens machte sie anhand eines Zitats der Autoren Ruth Goode und Aaron Sussman aus ihrem Werk „The Magic of Walking“ aus dem Jahr 1967 deutlich: „Das Gehen ist eines der ersten Dinge, das ein Kind machen möchte und eines der letzten, das jeder und jede von uns aufgeben möchte. Das Gehen ist eine Körperübung, ganz ohne Gymnastik. Es ist ein Rezept ohne Medikamente, die Gewichtskontrolle ohne Diät, ein Beruhigungsmittel ohne Pillen, die Therapie ohne eine Psychoanalyse und Ferien, die keinen Cent kosten. Mehr noch, es verschmutzt nicht die Umwelt, verbraucht wenig natürliche Ressourcen und ist hoch effizient. Das Gehen ist bequem, es braucht keine spezielle Ausrüstung dafür, es regelt sich selbst und ist für sich genommen sicher. Das Gehen ist so natürlich wie das Atmen.“

Am Samstag wurden in Buchholz für Nachbarschaftsfeste sechs Straßen teilweise gesperrt. Bei Kaffee, Kuchen, einem Bier und vielen Gesprächen wurde gemeinsam gefeiert und gesungen. Besuch bekamen die Gäste der Straßenfeste von Nico Wiesmann, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Buchholz. Er fuhr mit einem E-Auto der Dorfstromer vor: Deren Carsharing-Projekt geht in Kürze in Buchholz an den Start.

Den Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche bildete am Montagabend eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rücksicht statt Rage“. Dabei ging es u.a. um die Frage, warum vielen Menschen der Perspektivwechsel im Straßenverkehr nicht gelingt und z.B. als Radfahrer bekannte Regeln brechen, auf deren Einhaltung wir als Fußgänger dringend angewiesen sind. Den Impulsvortrag hielt Angelika Schlansky, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht.

Beim Straßenfest in der Hermann-Burgdorf-Straße übergab Mitorganisatorin Alexa Vetter (li.) den Hauptpreis des Quizzes, eine Jahresmitgliedschaft beim Carsharing-Projekt der Dorfstromer, an Susanne Wernicke, die den Preis für ihre Tochter Sarah entgegennahm | Foto: Stadt Buchholz
Angelika Schlansky (li., Fuß e.V.) verdeutlichte die gesundheitliche und soziale Bedeutung des Fußverkehrs | Foto: Stadt Buchholz
Redakteur:

Stefanie Hansen aus Tostedt

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