Brumhagen
Neuer Ortsteil für Buchholz?

Die Siedlung "Lokgärten" soll vielen Familien ein neues Zuhause bieten | Foto: SKAI
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  • Die Siedlung "Lokgärten" soll vielen Familien ein neues Zuhause bieten
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Wie will Buchholz neuen Wohnraum schaffen – und was bedeutet das für Brumhagen?

Die Stadt Buchholz plant am Stadtausgang West ein großes Baugebiet zwischen Bremer Straße und B75. Auf rund 30 Hektar könnten bis zu 500 bis 600 Wohneinheiten entstehen. Zuvor müssen jedoch verkehrstechnische Fragen geklärt werden.

Wohnraum ist knapp – viele Familien ziehen weg

Wohnraum ist knapp in Buchholz. Und das macht den Wohnraum teuer. Viele Familien ziehen aus Buchholz weg, weil sie keine Perspektive für ein bezahlbares Familiendomizil sehen.

In der Innenstadt gibt es bereits Projekte in der Planung, unter anderem die Fläche hinter dem Finanzamt. Aber immer schwebt über den Innenstadt-Projekten das Damoklesschwert der Verkehrsinfrastruktur mit der fehlenden Ostumfahrung und dem drohenden endgültigen Verkehrskollaps.

Neues Baugebiet am Stadtausgang West geplant

Die neuesten Planungen der Stadt Buchholz kollidieren weniger mit dem innerstädtischen Verkehrsproblem.

Am Stadtausgang West, im Dreieck zwischen der Bremer Straße und der B75, soll ein großes Baugebiet erschlossen werden – auf beiden Seiten der Bremer Straße. Insgesamt sind 30 Hektar vorgesehen, von denen rund zehn Hektar bebaut werden könnten.

Von 500 bis 600 Wohneinheiten ist die Rede. Hier könnte ein völlig neuer Ortsteil von Buchholz entstehen – Brumhagen? Geplant sind Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und bis zu dreigeschossige Mehrfamilienhäuser. In mehreren Bauabschnitten könnten dort bis zu 1.500 neue Bürger leben.

Bisher ist Brumhagen nur eine kleine Ansammlung von wenigen Häusern, erreichbar über eine kleine Straße, wo die Menschen noch mitten in der Natur leben.

Verkehrsfragen müssen vorab gelöst werden

„Bevor wir das Baugebiet bebauen, müssen wir erst einmal zwei Verkehrsprobleme lösen", erklärt Jan Bauer (CDU). „Die Einmündung der Bremer Straße auf die B75 ist schwierig und könnte mit einem großen Kreisverkehrsplatz gelöst werden. Auch die Ecke Bremer Straße/Sprötzer Weg muss verkehrstechnisch entwickelt werden."

Zwei scheinbar relativ leicht zu lösende Probleme – ansonsten sieht Jan Bauer dem Bauprojekt sehr positiv entgegen. Er erklärt, dass Buchholz dringend Wohnraum benötige, die Innenstadt aber nicht weiter verstopft werden dürfe. Von Brumhagen aus könnten die Menschen direkt auf die B75 auffahren.

Reichen die Schulkapazitäten aus?

Ein so großes Baugebiet bringt junge Familien und Kinder mit. Grundschüler würden im Einzugsgebiet der Grundschule Steinbeck leben – eine beschauliche, zweizügige Grundschule.

Den Bedenken, dass die Grundschule mit einer zu hohen Schülerzahl konfrontiert würde, entgegnete Bauer, dass die Schülerzahlen in Buchholz aufgrund rückläufiger Geburten ohnehin fallend seien, sodass die Schule kein Problem hätte, die neuen Kinder aufzunehmen. Auch würden nicht alle Kinder auf einmal dort eingeschult, das sei ein Prozess über viele Jahre.

Mit dem Schulzentrum „Kattenberge“ haben die Schüler die weiterführenden Schulen quasi direkt vor der Tür. Ein perspektivischer Baubeginn könnte schon im Jahr 2028 erfolgen, so Jan Bauer.

Anbindung und Versorgung

Weitere Einkaufsmöglichkeiten sind in Brumhagen nicht geplant. Der Aldi-Markt am Sprötzer Weg sei von dort aus gut erreichbar. Der Stadtbus soll Brumhagen künftig an Buchholz anbinden – so die Planungen.

Die jetzigen Bewohner aus Brumhagen sind nicht glücklich über die Pläne vor ihrer Haustür und konnten ihre Bedenken in der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vortragen.

Über das Bauprojekt wird am Dienstag, 10. März, um 18.30 Uhr in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses gesprochen. Sitzungsort ist die Kantine des Rathauses.

Weitere Nachverdichtung in der Innenstadt

Nicht nur in Brumhagen plant die Stadt Wohnbebauung. In den „Lokgärten“ nahe des Bahnhofs werden die Planungen konkreter. Dort ist von bis zu 260 Wohneinheiten die Rede – ausschließlich in Mehrfamilienhäusern, um auch bezahlbare, kleinere Wohnungen anbieten zu können.

Auf 17.000 Quadratmetern wird hier nachverdichtet, um dem steigenden Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden.

FAQ: Neues Baugebiet in Buchholz (Brumhagen) und weitere Wohnprojekte

Warum ist Wohnraum in Buchholz ein Thema?
Wohnraum ist knapp in Buchholz und dadurch teuer. Viele Familien ziehen weg, weil sie keine Perspektive für ein bezahlbares Familiendomizil sehen.
Wo soll das neue Baugebiet entstehen?
Am Stadtausgang West, im Dreieck zwischen der Bremer Straße und der B75 – auf beiden Seiten der Bremer Straße.
Wie groß ist das geplante Gebiet und wie viele Wohnungen sind möglich?
Vorgesehen sind rund 30 Hektar, von denen etwa zehn Hektar bebaut werden könnten. Genannt werden 500 bis 600 Wohneinheiten. In mehreren Bauabschnitten könnten dort bis zu 1.500 neue Bürger leben.
Welche Bebauung ist in Brumhagen geplant?
Geplant sind Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und bis zu dreigeschossige Mehrfamilienhäuser – in mehreren Bauabschnitten.
Welche Verkehrsprobleme müssen vor dem Bau gelöst werden?
„Bevor wir das Baugebiet bebauen, müssen wir erst einmal zwei Verkehrsprobleme lösen", erklärt Jan Bauer (CDU), „die Einmündung der Bremer Straße auf die B75 ist schwierig und könnte mit einem großen Kreisverkehrsplatz gelöst werden. Auch die Ecke Bremer Straße/Sprötzer Weg muss verkehrstechnisch entwickelt werden."
Gibt es Bedenken wegen der Schulkapazitäten?
Grundschüler würden im Einzugsgebiet der Grundschule Steinbeck leben. Jan Bauer entgegnete, dass die Schülerzahlen in Buchholz aufgrund rückläufiger Geburten ohnehin fallend seien und die neuen Kinder über viele Jahre verteilt hinzukämen. Mit dem Schulzentrum „Kattenberge“ hätten die Schüler die weiterführenden Schulen quasi direkt vor der Tür.
Welche Infrastruktur ist in Brumhagen vorgesehen?
Weitere Einkaufsmöglichkeiten würden in Brumhagen nicht geplant, der Aldi-Markt am Sprötzer Weg sei gut erreichbar. Der Stadtbus soll Brumhagen zukünftig an Buchholz anbinden – so die Planungen.
Wann wird wieder über das Projekt beraten?
Über das Bauprojekt wird am Dienstag, 10. März, um 18.30 Uhr in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses gesprochen. Sitzungsort ist die Kantine des Rathauses.
Welche weiteren Wohnprojekte plant die Stadt?
In den „Lokgärten“ nahe des Bahnhofes werden die Planungen konkreter. Dort ist von bis zu 260 Wohneinheiten die Rede, allerdings nur in Mehrfamilienhäusern, damit auch bezahlbare, kleinere Wohnungen angeboten werden können. Auf 17.000 Quadratmetern wird nachverdichtet.
Die Siedlung "Lokgärten" soll vielen Familien ein neues Zuhause bieten | Foto: SKAI
Entsteht am Buchholzer Stadtausgang West ein ganz neues Dorf? | Foto: Stadt Buchholz
Redakteur:

Stefanie Hansen aus Tostedt

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