Geschichten von Kater Tommy und Hündin Cleo
Ohne Worte
- hochgeladen von Tina Lüecke
Ich beobachte, wie Tommy und Cleo höchst unbequem ineinandergekeilt schlafen, und frage mich, ob es bei den beiden auch so etwas wie Schlaf-No-Gos gibt. So à la: „Nicht die Ohren ablecken, während ich schlafe“, „Keine Kauknochen im Körbchen“ oder „Krallen rein, sonst knallt’s“. Aber: Eine Katze kann nun mal nicht bellen – und ein Hund nicht miauen. Und dennoch wirkt allein das gemeinsame Hinlegen wie eine Meisterdarbietung beim olympischen Eiskunstlauf. Der Kater dreht sich grazil mehrfach um sich selbst, der Hund passt den perfekten Moment ab, um sich rechtzeitig abzulegen – damit er keinen Katzenhintern im Gesicht hat. Nicht, dass das noch nie vorgekommen wäre. Insgesamt: ganz großes wortloses Entertainment. Doch manchmal, da muss jeder für sich sein. Das heißt: Der Kater braucht seinen Freiraum. Auch das erkennt der Hund. Steigt würdevoll aus der gemeinsamen Schlafstätte und nimmt wenige Zentimeter daneben Platz. „Irgendwann“, sagt sie sich dann sicher, „ruft er mich schon wieder rein.“
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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