Von der Nordheide nach Berlin
Schauspielerin Caroline Erikson hat ihre Jugend in Buchholz verbracht

Caroline Erikson bei ihrer Kommunion in der St.-Petrus-Kirche 1997
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  • Caroline Erikson bei ihrer Kommunion in der St.-Petrus-Kirche 1997
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lm. Buchholz. Wer Ende der 90er Jahre die "Pfefferkörner" auf dem Kinderkanal von ARD und ZDF verfolgt hat, dem wird der Name Caroline Erikson ein Begriff sein. Die Kinderserie, in der Jugendliche Verbrechen in der Hansestadt Hamburg aufklären, war für die damals Elfjährige die erste Rolle im TV. Mittlerweile steht sie für "SOKO Potsdam" im ZDF regelmäßig vor der Kamera.

Caroline Erikson (re.) mit Drehpartnerin Katrin Jaehne, die gemeinsam in der SOKO Potsdam ermitteln
  • Caroline Erikson (re.) mit Drehpartnerin Katrin Jaehne, die gemeinsam in der SOKO Potsdam ermitteln
  • Foto: Gordon Muehle ZDF
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Erikson war im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern aus Süddeutschland nach Buchholz gezogen, besuchte hier zunächst die Waldschule, dann die Orientierungsstufe. Bis zur neunten Klasse drückte sie die Schulbank des Albert-Einstein-Gymnasiums, ehe sie auf das berufliche Gymnasium wechselte und hier mit Psychologie als Hauptfach das Abitur ablegte. "Von den Schulen wurde ich in der Schauspielerei immer unterstützt, besonders Frau Köhler und Frau Ziemendorf vom AEG sind mir da in Erinnerung geblieben", erklärt die 32-Jährige. Bei ihren Mitschülern haben die häufigen Freistellungen allerdings eher einen negativen Eindruck hinterlassen, oft wurde sie aufgrund ihres Hobbys von anderen Schülern getrietzt.

Davon abgebracht, ihrer Leidenschaft zu folgen, hat sie das allerdings nicht. Im Tostedter "Theater Kunterbunt" unter der Leitung von Ulrike von Thien sammelte sie erste Erfahrungen auf der Bühne. "Da habe ich meine Leidenschaft für das Theater entdeckt", fügt Erikson an.
Auch sportlich war Erikson in ihrer Jugend viel unterwegs: als Turnerin zunächst bei Blau-Weiss Buchholz und dann beim TSV Buchholz 08, wo sie unter anderem von Bernward Bade und Meike Scholz trainiert wurde. Neben der Turnhalle war sie auch auf dem Fußballplatz aktiv und trat für den FC Emsen gegen den Ball. "Die sportlichen Möglichkeiten in Buchholz schätze ich nach wie vor sehr", findet Erikson lobende Worte für die Nordheidestadt.

Wie genau sie zur Schauspielerei gekommen ist, ist eine interessante Geschichte, von der sie gerne erzählt. Mit ihren beiden Schwestern bekam sie damals mit, dass die Familie wenig Geld zur Verfügung hatte. "Wir haben dann bei uns im Garten Fotos von uns gemacht und sind damit nach Hamburg zu einer Castingagentur gefahren. So bin ich dann an die Rolle bei den Pfefferkörnern gekommen", erzählt sie im Gespräch mit dem WOCHENBLATT.

Nach dem Abitur und einem Aufenthalt in Afrika begann Erikson ein Psychologie-Studium in Hildesheim, parallel dazu besuchte sie Schauspiel-Workshops in Hamburg.
Bislang war Erikson in knapp 27 Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, seit 2018 ermittelt sie als Luna Kunath in der ZDF-Krimi-Reihe "SOKO Potsdam". Derzeit läuft jeden Montag um 18 Uhr die dritte Staffel im Zweiten Deutschen Fernsehen. Die Ermittlerin, die sie verkörpert, beschreibt Erikson in eigenen Worten als rebellisch und ihre Ermittlungsmethoden als unkonventionell.

Caroline Erikson bei ihrer Kommunion in der St.-Petrus-Kirche 1997
Caroline Erikson (re.) mit Drehpartnerin Katrin Jaehne, die gemeinsam in der SOKO Potsdam ermitteln
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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