Heiner-Schönecke-Preis 2026
So machen Naturwissenschaften Spaß
- Alle Preisträger und Laudatoren des Heiner-Schönecke-Preises 2026
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"MINT ist alles andere als langweilig", stellte Josef Nießen, erster Kreisrat des Landkreises Harburg, am Freitag fest. MINT - das sind die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Wer sich darunter blasse Jungs vorstellt, die mit Brille im stillen Kämmerlein sitzen, irrt gewaltig. Das wurde jetzt bei der Verleihung des Heiner-Schönecke-Preises im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore deutlich. Das Motto: "MINT mal anders". Wie spannend und kurzweilig MINT-Themen sein können, präsentierten die vier Preisträger eindrucksvoll. Eine Jury aus Vertretern von Wirtschaft, Ehrenamt, Schule und Wissenschaft wählten die besten Beiträge aus, die mit Preisgeldern von insgesamt 4.000 Euro honoriert wurden.
DNA - du selbst bist Biologie und Entscheidung
Den ersten Platz belegten Jamie Vonmetz und Mika Dannen vom Albert-Einstein-Gymnasium in Buchholz. Ihr Thema "DNA - Der Stoff aus dem wir gemacht sind" präsentierten die beiden eindrucksvoll, witzig, aber auch mit einer wichtigen Botschaft: "Die DNA ist ein Text mit Möglichkeiten, du entscheidest, welches Kapitel du liest." Ihre Präsentation wurde mit 2.000 Euro honoriert, die Jamie und Mika aber nicht ganz für sich allein behalten wollen, sie möchten auch ihrer Schule etwas davon spenden, um beispielsweise etwas für den Schulhof anzuschaffen.
Das Gehirn ist schlauer als wir selbst
Ganz anders war die Präsentation des zweiten Platzes. Charlotte Büchling des Gymnasiums Am Kattenberge Buchholz stellte sich die Frage: "Warum weiß dein Gehirn, was in deinem Körper vorgeht, du aber nicht?" Dem spannenden Vortrag über das Zusammenspiel von Kleinhirn, Großhirn und Hirnstamm lauschten alle Zuschauer gebannt. Vera Weidemann vom Vorstand des EWE-Konzerns, war schon begeistert von der Fragestellung: "Eine gute Frage und eine anschauliche Erklärung sorgen für eine tolle Wissenschaftskommunikation. Das Gehirn ist schlauer als wir selbst und eines der komplexesten Organe, Charlotte hat dies einfach und verständlich erklärt."
"Wasserstoff - nur für geladene Gäste"
Der dritte Platz ging an Alexander Noah Reichert und Riekje Helene Lauf vom Gymnasium Hittfeld, die mit ihrem Team den Wasserstoff erklärten und wie die Atome zueinander finden. Der Begriff "geladene Gäste" bekam bei ihrem Vortrag eine ganz neue Bedeutung. Torben Kleinfeldt (CEO der Friedrich-Vorwerk-Group SE in Tostedt) honorierte die Leistung in seiner Laudatio: "Eine sehr präzise und originelle Darstellung! Wir brauchen junge Leute, die tolle neue Ideen haben."
"Neulich am Korallenriff"
Den Sonderpreis erhielten Fünftklässler des Gymnasiums Meckelfeld mit ihrem Thema: "Neulich am Korallenriff - Wie funktioniert das Auf- und Abtauchen?", die das Thema anschaulich aus der Sicht eines Wales oder eines U-Bootes verständlich erklärten.
Auch Heiner Schönecke, dem die Zukunftswerkstatt von Beginn an ein Herzensprojekt war, zeigte sich sehr beeindruckt von den Darbietungen und freute sich, dass auf diese Weise immer wieder Bildung auf die Bühne geholt wird. Mit dieser Preisverleihung, die seit 2019 zum fünften mal stattfand, wurde gleichzeitig Heiner Schöneckes 80. Geburtstag nachgefeiert. Als "Prototyp des klassischen Unruheständlers" wurde Schönecke vom CDU-Landtagsabgeordneten Jan Bauer mit einem Lachen bezeichnet, ohne den es die Zukunftswerkstatt wohl nicht gäbe.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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